Gemeindebrief bleibt wichtiges Medium

Im neuen Format: Kark un Lüe

Die Gemeindebriefberatung er Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg hat in der vergangenen Woche einen Fachtag für Gemeindebriefredaktionen veranstaltet, an dem auch aus Edewecht zwei Redaktionsmitglieder teilgenommen haben. Anlass des Fachtages war der fünfte Geburtstag des Gemeindebriefes „Nah dran“ der Kirchengemeinde Oldenburg-Osternburg. Dieser Gemeindebrief war der erste in der Region Nordwestdeutschland, der im Zeitungsrollendruck produziert wurde: ein damals noch sehr ungewöhnliches Format für derartige Publikationen. Der Erfolg von „Nah dran“ hat den mutigen Machern und Macherinnen von damals recht gegeben. Mittlerweile werden viele Gemeindebriefe im Rotationsverfahren wie eine Tageszeitung gedruckt. Die Kirchengemeinden in Varel, Delmenhorst, Emden, Osterholz-Scharmbeck, Bad Zwischenahn und neuerdings ja auch in Edewecht haben auf dieses moderne und vielseitige Format umgestellt. Der Fachtag diente vor allem auch dem Erfahrungsaustausch der Redaktionen, die das Rotationsverfahren nutzen.

Hauptreferent des Fachtages war Professor Christoph Fasel. Der Journalist, der u.a. für das Magazin „stern“ gearbeitet hat, unterrichtet  Medien- und Kommunikationsmanagement an der Hochschule für Wirtschaft und Medien in Calw. Prof. Fasel hat sich intensiv mit der Erforschung kirchlicher Publikationen und ihrer Wirkungen beschäftigt und bescheinigt den Gemeindebriefen eine gute Zukunft. Wenn es den Redaktionen gelänge, so Fasel, nah dran an den Menschen interessant zu berichten und zu informieren, sei dieses Medium noch auf lange Zeit selbst den modernen Kommunikationsformen überlegen, die das Internet biete. Insofern lohne es sich für Kirchengemeinden, in diese Form der Öffentlichkeitsarbeit auch weiterhin zu investieren, so Fasel.

Im Anschluss an seinen Vortrag hat Prof. Fasel in einem Workshop noch interessante Tipps aus der Praxis des Journalismus gegeben. Mit dem Chefredakteur der Evangelischen Zeitung aus Hannover Michael Eberstein konnten die Redakteure und Redekteurinnen weitere Hinweise zur Verbesserung ihrer Gemeindebriefe erhalten.

Zum Abschluss des Tages stand ein Betriebsbesichtigung bei WE-Druck in Oldenburg an. Diese Druckerei druckt nicht nur die Nordwest-Zeitung und andere Tageszeitungen und Anzeigenblätter, sondern auch die „modernen“ Gemeindebriefe in unserer Region – auch die Edewechter „Kark un Lüe“.

Erika Külbel-Schmidt und Uwe Martens, die von der „Kark un Lüe“-Redaktion an diesem Fachtag teilgenommen haben, bringen wertvolle Ideen zur Weiterentwicklung des Gemeindebriefes mit nach Hause. Sicherlich haben wir in Edewecht mit der Umstellung des Gemeindebriefes auf den Zeitungsrotationsdruck den Einstieg in eine zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit getan. Aber auch die neue Kark un Lüe kann noch weiter verbessert werden. Auf dem Fachtag wurden z.B. erste Kontakte zur Gemeindebriefredaktion der Nachbargemeinde Zwischenahn geknüpft. Vielleicht ergeben sich ja daraus interessante Perspektiven für eine zukünftige Kooperation.

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