Radtour nach Potsdam – 1. Teil

In diesem Sommer führte die schon traditionelle Radtour nach Potsdam. Vom 25. Juni bis zum 3. Juli war die erste Gruppe unterwegs. Von dieser Tour berichtet Margret Stockmann, Die Fotos (s. Artikelende) stammen von Klaus Ahlers. In ein paar Tagen wird hier auf Kark un Lüe online der zweite Teil des Berichts veröffentlicht, der die Rückfahrt der zweiten Gruppe nach Edewecht umfasst.

Dieses Jahr hatten wir uns eine große Tour vorgenommen. Am 25.06.2011 starteten wir bei gutem Wetter pünktlich um 8:30 beim HoT in Richtung Friedrichsfehn. Dort haben wir bei unserem Mitfahrer Ewald gemütlich im großen Gartenhaus gefrühstückt (selbstgebackener Stuten und deftige Brötchen). Die Weiterfahrt traten wir um 10 Uhr an, Richtung Wardenburg, den Hunteweg entlang. Unsere Mittagspause genossen wir von 13:15 bis 14:00 im Märchen- und Freizeitpark Ostrittrum. Um 15 Uhr Kaffeepause im Melkhus in Iserloy (gleich hinter Dötlingen).

Kurz vor unserem Ziel im Harpstedter Forst überquerten wir die „Ozeanbrücke“. Um 17 Uhr erreichten wir unsere 1. Unterkunft dieser Tour das „Hotel zur Wasserburg“ in Harpstedt, 71 km gefahren.
Schnell wurden die Zimmer verteilt – geduscht und frisch gemacht trafen wir uns anschließend zum Abendessen und gemütlichem Beisammensein. Erich hielt für den 1. Tag „Resümee“. Dieses sollte nun die ganze Woche so sein. Hierbei kamen gute und nicht so gute Sachen des Tages auf den Tisch und jeder konnte seine Meinung dazu sagen, was auch in Ordnung war.

26.06. 2011 – 2. Tag

Der erste Blick aus dem Fenster  –  Wetter ist gut! Um 8:30 starteten wir nach ausgiebigen Frühstück. Die durchfahrenden Orte waren Rosenberg, Nordwohlde, Syke. Hier bot sich auf dem Marktplatz die 1. Pause an. Es wurde ein Fest der Völkerverständigung (verschiedene Nationalitäten in ihren typischen Kleidungen) mit Marktständen, Buden, Trommelgruppen usw. eröffnet. Dieses bunte Treiben genossen wir eine Weile. Dann fuhren wir bei leicht einsetzendem Nieselregen weiter.
Die Mittagspause verbrachten wir in der Baumschule Wälters in Wachendorf Dort fand an diesem Wochenende eine Rosenschau statt. Der Regen war wieder vorbei – es war stickig heiß. Hier flanierten wir durch die Anlagen, es waren Sitz-, Ess- und Trinkgelegenheiten vorhanden.

Unsere Weiterfahrt am Nachmittag wurde durch einen Platten von Heinz Fahrrad gestört. Dieser konnte aber schnell behoben werden. Marlene bekam dann noch Probleme mit ihrer Gangschaltung, wurde notdürftig wieder in Ordnung gebracht, im Hotel dann richtig repariert. Zum Glück waren diese beiden Reparaturen die einzigen während der ganzen Fahrt.
Zeitig erreichten wir um 17:15 nach 65 gefahrenen km die Jugendherberge in Verden.
Um 19 Uhr wurde gegrillt. Dieter und Heinz waren unsere diesjährigen „Grillmeister“. Wir Frauen deckten schnell den Tisch. Gemütlich den Abend ausklingen lassen.

27.06. 2011 – 3. Tag

Heute starteten wir bereits um 8:15. Laut ertönt Erichs „aufsitzen“ und los geht’s. Unterwegs wurde Proviant für die Mittagspause eingekauft. Wir durchfuhren die Orte Kükenmoor, Idsingen. Die Mittagspause hatten wir um 12:45 in Dorfmark. Hier befand sich bei der Kirche eine größere, schattige Grünanlage. Jeder suchte sich ein gemütliches Plätzchen zum Essen, Ausruhen und einige sogar zum Mittagsschlaf. Die Weiterfahrt bei sehr hohen Temperaturen um 13:30. Zur Kaffeepause ließen wir uns im Südsee-Camp in Wietzendorf nieder.
Ankunft im „Romantikhotel“ (4 Sterne) in Fassberg/Müden um 17:45 – 79 km gefahren.
Die Zimmerverteilung war etwas kurios – Männlein und Weiblein waren vom Hotel her durcheinander gebracht worden. Erich konnte aber alles wieder aufklären. Abends wurde vornehmer gegessen, zeitig schlafen gegangen.

28.06. 2011 – 4. Tag

Gemütliches, schönes Frühstück  –  8:20 schleppend gestartet. Unterwegs wieder Einkauf für die Mittagspause. Sonne pur. Wir fuhren durch die Altmark. Mittagspause auf Parkplatz von 13 – 14 Uhr. Nachmittags suchten wir vergebens ein Lokal, Eisdiele oder Bäckerei für die ersehnte Kaffeepause. Total einsame Gegend – Dörfer kamen uns verlassen vor – 36 Grad, etwas windig. Die Trinkvorräte der meisten Teilnehmer waren leer getrunken.
Ausgedurstet erreichten wir um 17:30 nach 90 km das Hotel „Katharinenhöfchen“ in Salzwedel. Der nette Wirt gab uns zuerst Wasser zum Durst löschen, ehe die Zimmerverteilung beginnen konnte. Um 19 Uhr bei „Eisen Karl“ außerhalb gegessen.

29.06. 2011 – 5. Tag

Heute Start um 8:30. Wieder schön heiß! Ordentlich Getränkeeinkauf bei Aldi in Salzwedel. Nachmittags 15 Uhr, 39 Grad. Wir durchfuhren den Altmarkkreis. Dieser befindet sich im Nordwesten des Landes Sachsen-Anhalt als Teil der norddeutschen Tiefebene und ist
hauptsächlich durch Landwirtschaft geprägt.
Klaus hatte, wie auch die Tage zuvor, schöne Fahrradwege ausgesucht. Wenig Hauptstraßen, vorbei an riesige Kornfelder mit blühenden Kornblumen und Mohn an den Rändern. Ungefähr 6 km vor unserem heutigen Quartier fand Klaus noch einen Campingplatz mit Kiosk und Sitzgelegenheiten zum Pause machen.
Um 17:45 erreichten wir (82km gefahren) unsere Unterkunft in Tangermünde, eine Art Jugendherberge.
Die Kirche hat den früheren Ort Billberge ganz aufgekauft. Hier werden heute Jugendliche betreut, Pferdezucht betrieben und die einzelnen Häuser wurden für Gäste in Eigenregie
hergerichtet und jetzt vermietet. So wohnten wir in einem gemütlichen kleinen Dorf mit Kirche, zu dritt oder viert in einem Haus, idyllisch gelegen, Storchenpaar im Nest, in ruhiger Natur.
Um 19:30 wurde gegrillt und ein lauer Sommerabend ging zu Ende.

30.06. 2011 – 6. Tag

Heute der Blick aus dem Fenster – schlanker Regen, grauer Himmel. Das war die laue Sommernacht! Nach deftigem Frühstück in einer Art früheren Reithalle starteten wir um 8:30.
Der Regen hörte nicht auf. Endlich um 13 Uhr (50 km im Regen gefahren) fanden wir ein Ausflugslokal (im Havelland) in Milow. Die Wirtsleute haben uns in ihr Lokal reingelassen, naß wie wir waren. Zum Dank aßen. wir alle zu Mittag, um uns wieder aufzuwärmen.
Die Weiterfahrt (Havelradweg) traten wir um 14:30 an – man sah, dass der Himmel heller wurde, der Regen hörte langsam auf. Mit einer Fähre ließen wir uns über die Havel nach Pritzerbe bringen. In Pritzerbe Kaffeepause eingelegt.
Ankunft Hotel-Pension Gerono in Brandenburg um 16:15. Heute 75 km gefahren.
In unseren Zimmern trockneten wir zuerst die nassen Sachen, bevor wir in der gleichen Straße in einem Lokal zum Essen gingen. Hier nett zusammen gesessen. Heide hatte Geburtstag, Hans seinen Hochzeitstag, es wurde auch getanzt. Da klang der verregnete Tag doch noch ganz gut aus.

01.07.2011 – 7. Tag

Heute um 8:30 Start. Langsam durch die Stadt Brandenburg herausgefahren. Brandenburg ist das seenreichste Bundesland Deutschlands. Wir durchfuhren das Urlaubsgebiet Potsdam-Brandenburg-Havelseen – schöne Landschaft, unberührte Natur mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Weitere Orte waren Schmergow und Groß Kreutz. Mittag war heute um 12:30 in Phöben. Gemütliche Kaffeepause um 14 Uhr in einem Lokal unter hohen Bäumen an einem großen See gelegen, in Geltow. Die Weiterfahrt, gute Fahrradwege durch Wald und Wiesen gelegen. Besonders schön fand ich ein großes Feld mit blau/lila Disteln.
Um 16:45 – 66 km heute – erreichten wir die Jugendherberge in Potsdam, wo wir für den Rest der Fahrt nächtigten. Die Jugendherberge liegt zentral, Nähe S-Bahnstation und Bahnhof. Angenehme und gute Unterkunft.

02.07. 2011 – 8. Tag

Nach dem Frühstück holte uns um 9 Uhr ein Stadtfahrradführer ab. Es sollte die Stadtrundfahrt mit den Rädern durch den Park Sanssouci sein. Leider wieder Regen! Die Rundfahrt führte uns direkt zu allen markanten Sehenswürdigkeiten: neuer Garten, Schloss Cäcilienhof, russische Kolonie, Schloss Sanssouci, neues Palais, Park Sanssouci. Der Fahrradführer gab uns viel Geschichte mit auf den Weg. Mit den Rädern, denke ich, haben wir mehr davon mitbekommen, als die Bustouristen. Die Tour dauerte insgesamt 4 Stunden, 20 km gefahren. Wegen des Regens waren wir aber alle froh, wieder in der Jugendherberge angekommen zu sein, um uns wieder zu Trocknen. Danach hat jeder für sich etwas unternommen. Wenige sind mit der S-Bahn nach Berlin gefahren. Die meisten mochten wegen des Regens nicht mehr raus. Die Frauen haben Hochzeit in Monaco, die Männer Frauen-Fußball-WM im Fernsehen geschaut.
Gegen 17 Uhr traf die 2. Gruppe aus Edewecht ein. Der Lkw-Fahrer Hartmut war schon vorher mit den Rädern und Gepäck eingetroffen.
Gemeinsames Abendessen mit beiden Gruppen – im Aufenthaltsraum dann alle zusammen gesessen – den Tag ausklingen lassen.

03.07. 2011 – 9. und Rückreisetag

Heute um 7 Uhr Frühstück. Danach die Koffer und Fahrräder auf LKW verladen. Verabschiedung von Erich und Klaus (beide fahren die Tour gleich mit der 2. Gruppe zurück), gemeinsames Foto gemacht.

Dann zur S-Bahn. Der Zug fuhr um 8:53. Nach langer Bahnfahrt mit Verspätungen erreichten wir um 17 Uhr Bad Zwischenahn. Zu Fuß liefen wir zum Lokal Schumacher an der Aue. Dort standen in einer Garage bereits unsere Fahrräder mit Gepäck.
Kaputt und zufrieden ließen wir uns den Kaffee und selbstgebackenen Kuchen schmecken und nach herzlicher Verabschiedung fuhr jeder für sich mit bestimmt vielen Eindrücken nach Hause.

(Bericht: Margret Stockmann; Fotos: Klaus Ahlers)

 

Kommentare sind geschlossen.