Rückblick: Volker Austein verlässt Edewecht

Diakon Volker Austein
Diakon Volker Austein (Foto: Fadri Bischoff)

 

Über 24 Jahre hat er die Jugendarbeit in Edewecht gestaltet – nun verlässt Diakon Volker Austein die Gemeinde, um eine neue Tätigkeit in Bremen aufzunehmen. Am 18. Dezember um 11 Uhr wird er in einem Gottesdienst in der St. Nikolai-Kirche verabschiedet. In der Kark un Lüe kommen schon heute stellvertretend einige Aktive aus der Jugendarbeit mit ihren Erinnerungen zu Wort.

 Ich erinnere mich

…an den Survival-Trip auf einer meiner ersten Freizeiten mit Volker. Wir wurden in einer kleinen Gruppe nur mit Kompass und Karte im Wald ausgesetzt und mussten zurück zum Haus finden. Es hat richtig viel Spaß gemacht und war verdammt spannend. Anfangs hatten wir einfach keinen Plan wo wir sind, im Wald verfolgten uns Erdwespen und wir mussten einen Bach über einen Baumstamm überqueren. Diese Aktion hat uns als Gruppe zusammengeschweißt, aber wir haben auch gemerkt, wie sehr Volker solche Erlebnisse in der Natur gefallen und wie viel Spaß ihm diese Abenteueraktionen bereiten.

Was mich beeindruckt ist, dass er aus praktisch jeder Situation etwas machen kann. Wenn uns Teamern zu einem Thema nichts mehr einfällt, hat Volker schon so oft den rettenden Funken entfacht.

Wo Volker ist, fühlt man sich verdammt wohl, weil man weiß, dass er einen im Härtefall nicht hängen lässt und dir immer mit einem typischen Witz und gutgemeintem Rat zur Seite steht. Nicht zuletzt Volkers phänomenales Gitarrenspiel gibt den ruhigen Momenten das gewisse Etwas und gehört einfach zu jeder Andacht dazu.

(Jan-Hendrik Wege)

Die vielen Aktionen

… die ich mit Volker gemacht habe, haben mir gezeigt, dass er ein Multitalent ist. Er ist musikalisch, sportlich, in vielen Bereichen interessiert, ein super Schachspieler, kennt viele Gruppenspiele, kann ernsthaft sein und sich aber auch nicht so wichtig nehmen. Dadurch schafft er es, viele ganz unterschiedliche Charaktere zu verbinden.

Besonders das Wandern in Österreich, die musikalische Zusammenarbeit bei Freizeiten und der Straßenmusik und auch die lange Kanufahrt in Frankreich sind mir in Erinnerung geblieben. Man wurde selbst motiviert, an die eigenen Grenzen zu gehen und auch mal über den Schatten zu springen.

Jetzt, wo ich nicht mehr in Edewecht wohne und andere Jugendarbeiten gesehen habe, weiß ich, dass die gut funktionierende und bestehende Jugendarbeit in Edewecht auch sehr stark personenabhängig ist. Volker hat das richtige Mittel zwischen Motivation und Arbeit gefunden und dadurch das Beste aus einem rausgeholt hat.

(Meike Smit)

Volkers kleines Büro

… ist Fundgrube, Requisitenfundus und Teestübchen zugleich. Auf jeden Fall habe ich mich dort immer wohl gefühlt. Volker ist ein Multitalent zwischen verrückten/kreativen Ideen und religiöser Ernsthaftigkeit, er hat mich damals dazu bewegt und ermutigt als Katholikin in der evangelischen Kirche mitzuwirken. Volker hat in der Jugendarbeit in Edewecht immer den Überblick behalten ohne die Details und insbesondere den einzelnen Menschen zu vergessen.

(Martina Ahlers)

Drei ungelesene Nachrichten

… Zwei davon von Volker. Volker war im letzten Jahr immer da. Nicht nur in meinem E-Mail-Account, sondern auch bei allen möglichen Aktionen. Bei meinen beiden Mitarbeiterschulungen lehrte er mich das Teamer sein, bei der Kinderfreizeit kontrollierte er meine ersten zaghaften Schritte als Teamer. Wir fuhren zusammen auf unzählige Seminare, musizierten und sprachen auch über so einige ernste Themen.

Egal wer aus der Jugendarbeit sich manchmal dumm oder auch tollpatschig angestellte, Volker stand ihm mit Rat und Tat zur Seite und gab ihm immer noch eine zweite Chance. Er hat immer wenn er konnte sein Wissen weitergegeben und versucht, unseren Blick für das große Ganze zu schärfen. Über das Praktikum bei Volker bin ich bis heute unglaublich glücklich. Wer denkt, die Arbeit eines Diakons sei mit Jugendlichen zu spielen und sich ab und zu bei ein paar Veranstaltungen der Kirche sehen zu lassen – dem sei gesagt: Es ist unglaublich zeitaufwendig und anstrengend – aber macht dafür umso glücklicher.

(Imke Winkelmann)

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