„Es ist lange her …“

Eingang Gedenkstätte Esterwegen„… aber es darf sich nicht wiederholen!“, sagte Schwester Veronika aus dem Kloster Esterwegen. Um mit dazu beizutragen, dass die Geschichte sich nicht wiederholt, besuchten wir im Oktober die Gedenkstätte Esterwegen und das Kloster, das sich mit auf dem Gelände befindet.

Schwester Veronika erzählte uns von der Geschichte dieses Ortes und warum gerade an dieser Stelle bereits vor fünf Jahren ein Kloster errichtet wurde. Sie seien hier, um Menschen zu helfen, sagt sie, und dazu aufzurufen, die Geschichte nicht zu vergessen. Nicht zu vergessen und den Moorsoldaten eine Stimme zu geben, dies ist im ganzen Haus zu spüren.

Nach einem Friedensgebet gingen wir weiter, um uns die Gedenkstätte anzuschauen, die an alle 15 Emslandlager und ihre Opfer erinnert. Dabei erfuhren wir auch, dass dieser Ort 18 Jahre nach Kriegsende zu einem Bundeswehrdepot wurde und deshalb die verbliebenen alten Baracken abgetragen wurden. Symbolisch stehen an den alten Plätzen nun Bäume und drumherum liegen Lavasteine, es sieht aus wie verbrannte Erde. Zum Abschluss schauten wir uns die Ausstellung an oder gingen ins Moor, um unsere Gedanken zu ordnen.

Wieder im Haus der offenen Tür angekommen, setzten wir uns zusammen, um uns über Eindrücke auszutauschen, un­sere Gedanken festzuhalten und Texte für die Gedenkveranstaltung am 09. November 2012 im Gemeindezentrum in Friedrichsfehn zu schreiben.

Lisa Wraase


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