Diakonie in der Gemeinde: Der Besuchsdienst

„Lass dich doch mal sehen!“ Wurde diese Aufforderung schon einmal an Sie gerichtet? Haben Sie sie vielleicht schon mal an andere gerichtet, Freunde, Verwandte? Kennen Sie eventuell den resignierten Satz: „Mich besucht ja doch keiner?“

Es gibt zwei Gruppen in unserer Gemeinde, Frauen und Männer, die erreichen wollen, dass diese Sätze weniger oft ausgesprochen werden: die Besuchsdienstkreise in Süddorf und in Edewecht. Seit ein paar Jahren gibt es sie. In Edewecht z. B. machen sich ein rundes Dutzend „junge Alte“ unserer evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde immer wieder auf den Weg zu besuchen. Wir könnten doppelt so viele Leute gebrauchen, die diesen Dienst tun, freiwillig und ohne Bezahlung, ehrenamtlich, wie es so schön heißt. 

Eine diakonische Aufgabe ist dieser Besuchsdienst, helfender, stützender Dienst am Nächsten. Das aus dem Griechischen stammende Wort Diakonie bedeutet Dienst. Schon in den christlichen Urgemeinden gab es Diakone, die diesen Dienst christlicher Nächstenliebe in den Gemeinden organisierten und selbst mit anpackten. In den Briefen des Paulus im Neuen Testament können Sie davon lesen. Krankheit und Armut, die damals im Vordergrund standen, gibt es noch immer, aber auch etwas anderes, Einsamkeit.

Schön, wenn sich noch mehr „junge Alte“ oder auch Junge mit Zeit fänden zum Besuchsdienst. Dann gäbe es nicht nur am Geburtstag einen Besuch und nicht nur für ein Geburtstagskind, das 80 Jahre oder älter wird.

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