Trauerhalle: Baufortschritt und Kosten im Plan

Trauerhalle Edewecht

Planmäßig hört sich einfach an, ist aber das Ergebnis weitblickender Vorgehensweise und zum Teil auch kleinteiliger Koordinierung. Was dazu in einem Architekturbüro und von den beauftragten Bauunternehmen in Bewegung zu halten ist, erschließt sich dem  Außenstehenden und dem Bauherrn erst auf den zweiten Blick.

Ziel war es zunächst, die Außenarbeiten so rechtzeitig vor dem Wintereinbruch abzuschließen, dass die Grundlagen für die Innenarbeiten gegeben waren. Jetzt am Ende der eigentlichen Bauzeit geht es überwiegend um technische Installationen und die Gestaltung des Innenraumes. 

Dabei tauchen Fragen auf, die nicht alleine auf dem Reißbrett zu beantworten sind. Aus diesem Grunde und zur Erweiterung des eigenen Horizontes musste der eigene Blick über den berühmten Tellerrand bemüht werden.

Was alles zu beachten war

Zunächst haben die benachbarten Kirchengemeinden in Edewecht ihren Rat beigesteuert. Dann sind Trauer-, Andachts- und Leichenhallen in anderen Gemeinden besichtigt worden. Auch die hier tätigen Bestattungsunternehmen und der Edewechter Bestattungsverein haben wertvolle Erkenntnisse geliefert. Dabei ging es um technische Details, aber auch um Licht, Leuchten, Farbgestaltung, Materialien für Wände, Fußböden, Bestuhlung, Beschallung mit Orgel, Mikrofon und Lautsprecher, Zugangsregelung, Schließsystem, Gesangbücher, Kollektenkästen und mehr. Es hat sich herausgestellt, dass alle Entscheidungen, die mit Licht, Farbgebung und Materialien in Zusammenhang stehen, durch den Eindruck im fertiggestellten Rohbau günstig beeinflusst wurden.

Warum ein Kreuz

Schließlich hat die Frage nach einem Kreuz an der großen Stirnwand im Zusammenhang mit dem erwarteten Nutzerkreis Anlass zu Diskussionen gegeben. Eine Position war: Andersgläubige und Menschen ohne religiöse Bindung bedürfen des christlichen Symbols nicht, stören sich vielleicht an ihm. Dagegen können Trauergottesdienste für  die Mitglieder einer Kirchengemeinde überwiegend in den eigenen Kirchen stattfinden;  auch in Zukunft besteht bei uns in Edewecht  Wahlfreiheit. Für die Entscheidung Kreuz oder kein Kreuz waren schließlich die Erkundungsergebnisse in den umliegenden Gemeinden ausschlaggebend: Alle Trauer-, Andachts- und Leichenhallen im Kirchenkreis Ammerland – auch  unsere alte Leichenhalle vor dem neuen Friedhof – und zum Teil auch bei den Bestattungsunternehmen sind mit dem Kreuz ausgestattet; zumeist sind diese fest installiert. Offensichtlich spielt dabei eine Rolle, dass das Kreuz für die überwiegende Mehrheit aller Menschen in unserem Kulturkreis  d a s  Symbol für Sterben und Tod ist. Am Ende hat der Gemeindekirchenrat beschlossen, sich nach einer modernen Kreuzgestaltung umzusehen.

Die Einweihung ist geplant

Übergangsweise wird das große Holzkreuz aus der alten Leichenhalle zum Stellkreuz umgearbeitet und für die neue Trauerhalle eine solide Antwort auf die gestellte Frage sein. Damit ist der Weg auch für Trauerfeiern mit Gottesdienst in der neuen Trauerhalle geebnet – in unmittelbarer Nähe zum  Neuen Friedhof gelegen, für trauernde Angehörige ohne den mühsamen Weg des Leichenzugs über die Hauptstraße.

Der Architekten-Zeitplan sieht den Abschluss der Arbeiten Ende März bis Anfang April vor. Die Einweihung soll am 24. April 2013 stattfinden.

Dirk v. Grone

 

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