Dienstleister für Gemeinden und Kirchenkreis

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Das Team der Regionalen Dienststelle Ammerland

 

RDS steht für Regionale Dienststelle, aber was verbirgt sich hinter dem Begriff? Was tun die Angestellten dort eigentlich? Hans Dreesmann stellt einmal im Jahr in jeder der zehn Gemeinden auf einer Kirchenratssitzung den Haushalt vor. Und sonst? Wer arbeitet dort noch? Auf diese Fragen wollten wir Antworten und besuchten deshalb die regionale Dienststelle an ihrem neuen Standort.

Anemonenweg 1 in Bad Zwischenahn – hier muss es sein. Aber wo ist der Eingang? Das Gebäude scheint noch nicht fertig zu sein, überall sieht man Handwerker und die entsprechenden Fahrzeuge. Irgendwo muss man doch hineingehen können in das schöne neue Verwaltungsgebäude. Wir suchen vergeblich nach einem Schild, das uns Auskunft gibt. 

Dann taucht links in einer Glastür ein bekanntes Gesicht auf, Hans Dreesmann. Hier sind wir richtig. Hans Dreesmann ist der Leiter der regionalen Dienststelle und hat uns erwartet.

Viel Licht und Luft

Drinnen riecht es noch ein wenig nach „frisch gestrichen“. Ein Teppichboden dämpft unsere Schritte. Alles ist ruhig. Hier wird gearbeitet. Wer absolute Ruhe und Konzentration bei seiner Arbeit braucht, schließt seine Tür und sperrt so die Geräusche aus. Das ist neu für die Mitarbeiterinnen. Die Räumlichkeiten in Westerstede waren klein und eng. Die Büroflächen haben sich durch den Umzug fast verdoppelt. Der Platz und die Rückzugsmöglichkeit werden von allen als sehr angenehm empfunden und wirken sich so positiv auf die Arbeitsatmosphäre aus.

Hans Dreesmann führt uns durch die Büros. Einzeln, zu zweit oder auch zu dritt arbeiten dort meist Frauen, je nach Arbeitsbereich und Größe der Räume. Die Einrichtung ist modern und richtet sich nach den neuesten Bestimmungen für Arbeitsplatzsicherheit. Für Drucker und Kopierer gibt einen separaten Raum, ebenso für den zentralen Rechner. Bei der Planung wurden die Wünsche der Mitarbeiter berücksichtigt, Hans Dreesmann war als Leiter direkt beteiligt. Die Zufriedenheit mit dem modernen Arbeitsplatz kommt in den Gesprächen zum Ausdruck.

Da Bad Zwischenahn mitten im Kirchenkreis liegt, haben die meisten auch einen kürzeren Arbeitsweg. „Morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, das habe ich mir immer gewünscht.“ „ Ich bewege mich in der frischen Luft und habe den Kopf frei, wenn ich nach Hause komme.“ Das waren häufige Antworten auf die Frage, ob der neue Arbeitsplatz Vorteile hat. Manche scheuen nicht die Herausforderung von zwanzig Kilometern für eine Strecke. Da braucht man bei Regenwetter schon mal Kleidung zum Wechseln. Da die AOK für den Arbeitsweg mit dem Fahrrad nach Häufigkeit einen Preis ausgesetzt hat, ist bei den meisten der sportliche Ehrgeiz geweckt.

Der familienfreundliche Arbeitsplatz

Neben den weiblichen Angestellten gibt es nur zwei männliche – den Leiter Hans Dreesmann und den Teamleiter für Personalangelegenheiten und Kindertagesstätten Bernd Janssen – und den Kreispfarrer Lars Dede, der hier auch sein Büro hat. Die Frauen sind eindeutig in der Mehrheit, wohl hauptsächlich, weil sie überwiegend in Teilzeit arbeiten und es nach Möglichkeit flexible Arbeitszeitmodelle gibt, so dass sich Berufs- und Familientätigkeit gut vereinbaren lassen. Wir treffen auch eine junge Frau, die noch in der Ausbildung ist. Sie strebt den Abschluss als Kauffrau für Bürokommunikation an. Verwaltungsfachangestellte ist der zweite mögliche Beruf, den man hier erlernen kann.

Gute Zusammenarbeit ist entscheidend

Hans Dreesmann betont, dass sich die RDS als Dienstleister für die Kirchengemeinden sieht. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kirchengemeinden sollen jederzeit auf ihre Dienste zurückgreifen können. Das erfordert bei der Arbeitsorganisation eine funktionierende Transparenz, damit eine Vertretung durch andere Teamkollegen leicht möglich ist. Voraussetzung dafür ist eine gute Zusammenarbeit in Teams, die sich in wöchentlichen Teambesprechungen widerspiegelt. Projekte und Fragestellungen, die alle angehen, werden in den monatlichen Dienstbesprechungen behandelt.

An entsprechende Räumlichkeiten ist bei der Planung auch gedacht worden. Es gibt einen großen Besprechungsraum, der für bis zu dreißig Personen ausgelegt ist. Er steht auch für andere Gremien der Kirchengemeinden zur Verfügung und kann so auch für Fortbildungen genutzt werden. Für kleinere Runden steht zweiter Besprechungsraum zur Verfügung. Natürlich gibt es auch einen Personalraum mit Küchenzeile für Pausen.

Die Aufgabenbereiche

Unser Rundgang endet im Büro von Hans Dreesmann. Bei einer Tasse Kaffee erläutert er uns die Arbeitsbereiche der RDS. Der größte Bereich ist die Finanzverwaltung. Allein 8 von 20 Mitarbeitenden kümmern sich um die Haushaltsplanung und Jahresrechnung der Gemeinden im Kirchenkreis Ammerland. Bei den Zuständigkeiten wird darauf geachtet, dass die Mitarbeiterin möglichst aus der entsprechenden Gemeinde stammt. So sind die individuellen Gegebenheiten bekannt und können berücksichtigt werden. Der zweite Bereich umfasst die allgemeine Verwaltung mit Bauwesen, Liegenschaften und Friedhöfen, wobei auch Angestellte vor Ort in den Gemeindebüros sich um Friedhofsangelegenheiten kümmern, wie z.B. in Edewecht Frau Mai-Heine. Der dritte Bereich befasst sich mit Personalangelegenheiten und den Kindertagesstätten, wobei naturgemäß eine enge Zusammenarbeit mit den Leiterinnen derselben besteht.

Das Verhältnis zur Verwaltung in Oldenburg

Die regionale Dienststelle Ammerland ist Teil der Gemeinsamen Kirchenverwaltung Oldenburg. Einmal im Monat treffen sich die Leiter der sechs regionalen Dienststellen mit den Abteilungsleitern der zentralen Dienststelle und der Dezernatsleitung zu einer sogenannten Leitungskonferenz. Auf der Fachebene gibt es einen Austausch unter den Teamleitern, der nach Bedarf stattfindet. Weitere Hilfestellung gibt es von Qualitätsgruppen, die die Fachbereiche bei der Optimierung von Arbeitsabläufen unterstützen.

Die Möglichkeiten für eine effektive Zusammenarbeit auf allen Ebenen sind gegeben. Möge sie funktionieren, damit die Gemeinden den Service der Dienstleister zu ihrer Zufriedenheit nutzen können. Um einen kleinen Einblick in die neuen äußerlichen Arbeitsbedingungen der RDS zu bekommen, wird voraussichtlich im Herbst ein Tag der offenen Tür im Anemonenweg 1 in Bad Zwischenahn stattfinden.

Erika Külbel-Schmidt

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