Haus der offenen Tür: Sanierungsplan ist fertig

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Fast schon wie eine Baustelleneinzäunung wirkt die Sicherheitsabsperrung um das Haus der Offenen Tür in Edewecht. Noch wird zwar nicht gebaut, aber die ersten Weichen für die Sanierung sind gestellt. Wie bereits publiziert, sind nicht nur das einsturzgefährdete Dach, sondern auch andere Gewerke überholungsbedürftig. Und energetische Fragen harren der nachhaltigen Beantwortung. 

Die Einschränkungen

Nach der überraschenden Feststellung der Dachschädigung über dem parallel zur Hauptstraße stehenden Gebäudeteil mussten die Haupträume für jede Nutzung gesperrt werden. Nur der Bücherkeller konnte nach Abschluss der Sicherungsmaßnahmen seinen Betrieb wieder uneingeschränkt aufnehmen, wenn auch in unwirtlicher Umgebung. Die meisten anderen Nutzergruppen mussten notgedrungen ausweichen und zum Teil mit „Notquartieren“ vorlieb nehmen. Für den Konfirmandenunterricht und die Jugendarbeit ergaben sich die gravierendsten Einschränkungen. Eine Konfirmandengruppe musste sogar in die Trauerhalle ausweichen.

Nicht nur das Dach

Inzwischen liegt ein Sanierungskonzept für das ganze HOT vor. Das Konzept beinhaltet sowohl die bautechnische, als auch die energetische Sanierung des Gemeindezentrums. Auch die Möglichkeit einer barrierefreien Zuwegung zum Bücherkeller und die Schäden an der Küsterwohnung sind untersucht worden. Dabei sind grundsätzlich folgende Sanierungsstufen vorgesehen:

  • Dach,
  • Fassaden,
  • Keller,
  • Heizungsanlage,
  • Küsterwohnung und Bücherkeller.

Die Reihenfolge ist mit dieser Aufzählung nicht abschließend festgelegt worden. Zur schnellen Wiederherstellung der Raumnutzung stehen zunächst die Maßnahmen der Dachsanierung und der Haupträume im Erdgeschoss im Mittelpunkt aller Planungen. Das Ausschreibungsverfahren mit Vergabe der einzelnen Gewerke ist dem Architekten Jens Helmerichs, Edewecht so in Auftrag gegeben, dass nach Abklingen der winterlichen Frostperiode verzugslos mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann. Ebenfalls in 2014 sollen noch erste energetische Maßnahmen aus o.a. Katalog erfolgen.

Sicherungsmaßnahmen im Gemeindesaal

Sicherungsmaßnahmen im Gemeindesaal

Der Sanierungsausschuss

Aus den Erfahrungen mit dem Bau der Neuen Trauerhalle 2012/2013 hat der Gemeindekirchenrat den HOT-Sanierungsausschuss gebildet. Seine Mitglieder setzen sich aus den beiden Ausschüssen für Bauangelegenheiten und für Haushalt u. Finanzen zusammen.

Der Auftrag ist die Erfüllung der mit Finanzierung und Bauplanung in Zusammenhang stehenden Aufgaben, notwendige Beschlussvorlagen vorbereiten und über den Kirchenvorstand einsteuern sowie dem Kirchenvorstand berichten. Der Ausschuss wählt einen/eine Vorsitzende/n und Stellvertreter/in in eigener Zuständigkeit. Mit der Schlussrechnung sämtlicher Gewerke endet dieser Auftrag.

Die Finanzierung 

Die Finanzierung wird überwiegend aus den zweckbestimmten Rücklagen bestritten, ergänzend aus dem Verkauf eines Grundstückes an der Küstenkanalstraße, aus der Bezuschussung von energiewirksamen Maßnahmen aus dem Ökofonds der Landeskirche und aus den Gemeindekirchenspenden seit 2013.

Letztere sind auch Ausdruck steigender Wertschätzung der kirchlichen und diakonischen Aufgaben, die eng mit dem HOT verbunden sind. Der Aufruf zur Gemeindekirchenspende 2014 erfolgt im Mai.

Dirk v. Grone 

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