Andacht für den 27. März 2020 – Gundolf Krauel (Rastede)

Download dieser Andacht als pdf  – zum Archiv der „Worte, die Mut machen“

Glaube, Hoffnung, Liebe bleiben!

Auf einem Pin, einem kleinen Anstecker eines Fanclubs des Hamburger Sport Vereins, finden sich neben den Symbolen Anker und Herz auch die drei Worte Glaube, Liebe und Hoffnung.

Sie stammen aus dem 1. Korintherbrief im Neuen Testament, in dem der Apostel Paulus schreibt: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1. Korinther 13, 13)

Was für mich erstaunlicherweise sogar Fußballfans ausdrücken, gilt in dieser für uns alle so schweren und bedrückenden Zeit ganz besonders:
Als Christen*innen richten wir unseren Glauben und unser Vertrauen auf Gott und seinen Sohn Jesus Christus.

Wir richten unsere Hoffnung auf die Nähe und Begleitung durch unseren Herrn.
Wir antworten darauf mit unserer Liebe zu Gott und zu den Nächsten. Diese können die Verwandten in einer Familie, gute Freunde*innen oder auch Menschen aus unseren Kirchengemeinden sein.
Ihnen schenken wir unsere Liebe, Zuwendung und Aufmerksamkeit.

Aus dem gemeinsamen Glauben, der grundlegenden Hoffnung und der absoluten Liebe dürfen wir gerade in dieser im Moment so besonders stark empfundenen Passions-, das bedeutet Leidenszeit, Kraft und Mut für unser eigenes und unser gemeinsames Leben ziehen.

Die Passionszeit erinnert uns immer wieder sehr deutlich an den Weg des Gottessohnes Jesus Christus.
Er ist diesen Weg radikal gegangen, der ihn über Verurteilung und Verspottung bis hin zum Kreuz geführt hat.
Er hat das Kreuz anschließend durch seine Auferstehung am Ostermorgen durchbrochen und für immer hinter sich gelassen.

Darum steckt für mich und meinen Glauben auch in einer solch krisenhaften Zeit, die uns alle aktuell bewegt und umtreibt, dennoch das Licht des neuen Lebens, das Jesus Christus uns nach der Passion und nach dem Kreuz durch seine Auferstehung eröffnet.

Jede und jeder von uns kann so wie die Fußballfans aus Hamburg darauf vertrauen, dass Gottes Gnade und Beistand sie oder ihn niemals verlassen.
Er schenkt uns besonders in solch bewegenden Tagen und Wochen, die wir auf der ganzen Welt aktuell erleben, Glaube, Hoffnung und Liebe.
Im Gebet dürfen wir Gott jederzeit all das sagen, was uns gerade umtreibt, was uns beschwert und bedrückt.
In der Fürbitte bringen wir andere, uns wichtige Menschen immer wieder direkt vor Gott.

Dass Ihnen und Euch dieses grundlegende Vertrauen auf Gott Ermutigung und Gelassenheit schenken möge, wünscht von ganzem Herzen

Ihr Pastor Gundolf Krauel

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.