Kinderkirche: Abstand halten und doch zusammenrücken

(NE) Wegen des Corona-Virus gab es bereits im März zur Eindämmung des Virus schützende Maßnahmen. Kirchen und Gemeindehäuser wurden geschlossen. Ein Zusammentreffen des Teams der KinderKirche war nicht mehr möglich.
Wie gut, dass unser Team in der Whatsappgruppe „Kinderkirche“ vernetzt ist. Hier können wir unsere Gedanken, Ideen, Wünsche und Fragen austauschen.
Dieses Netzwerk nutze ich als Teamleiterin, um Einzelkontakte zu den jeweiligen Familien während der Pandemie zu halten. Für die jüngeren Mädchen und Jungen antworten die Eltern.
So freuten sich zum Osterfest Kinder und Eltern über einen musikalischen Ostergruß per Whatsapp. Wir fühlten uns ebenfalls durch die ideenreichen und unterschiedlichsten gesendeten Ostergrüße der Familien reich beschenkt. Viele Fotos verrieten, wie sehr allen das Osterfeuer fehlte. Oft saßen Kinder um eine Feuerschale und genossen es, Stockbrot zu backen.
Mit Schulbeginn einiger Kinder der Kinderkirche wurden Anfragen und Anregungen zum Maskennähen ausgetauscht. Diese Kontaktaufnahme beinhaltete nicht nur das Thema Schutzmasken. Das Vermissen von Freunden, wie gestalten wir unseren Tag, wie schön dass Papa oder Mama Zeit für uns haben oder mir ist so langweilig, waren Gesprächsthemen am Telefon oder mit Abstandsregeln an meiner Haustür.
Zu Pfingsten radelten Emma Wittje, Marina Oelljen fast drei Stunden durch unseren Kirchenbezirk, um Pfingstgrüße zu verteilen. Olga Hahn mit ihrer Tochter Nicole erreichten die Familien rund um die Martin-Luther- Kirche. In Bösel und Edamm besuchte ich die Kinder mit gebührendem Abstand vor der Haustür.
Ob per Whatsapp, per Telefon oder vor der Haustür – immer war und ist der Wunsch nach Nähe, nach Gesprächen spürbar. Wunderbar, dass es diese vielen Möglichkeiten gibt.

Bis zu den Sommerferien sowie im August und September muss die Kinderkirche (normalerweise am 2. Sonnabend im Monat) ausfallen.

Ulrike Könitz

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