Mitreißende Musik aus Ghana: Jubilee-Choir kommt nach Edewecht

Der Julibee-Choir aus Ghana kommt am 4. Oktober nach Edewecht. Foto: Norddt. Mission

Der „Jubilee-Choir“ (Jubiläumschor) der Evangelisch-Presbyterianischen Kirche in Ghana (E.P.Church) wurde anlässlich des Jubiläums „175 Jahre Norddeutsche Mission“ gegründet. Unter der Leitung von Kenn Kafui singen die 14 Mitglieder traditionelle und moderne afrikanische Kirchenmusik, zum Teil instrumental begleitet. Am 4. Oktober 2011 um 20 Uhr gibt der Chor ein Konzert in der St. Nikolai-Kirche in Edewecht!

Der Jubiläumschor zeigt mit seiner Musik eine afrikanische Perspektive der Geschichte und der heutigen Herausforderungen der Kirchen in Deutschland und Afrika. Die Lieder erzählen von der Begegnung der Kulturen vor über 150 Jahren, vom Beitrag der Mission für die Entwicklung und fragen nach dem Auftrag der Kirchen heute. Die Darbietungen verbinden traditionelle afrikanische Musik, wie sie die Missionare bei ihrer Ankunft antrafen, neo-traditionelle Musik, wie sie heute in den Kirchen gespielt wird und „afrikanische Kunst-Musik“, eine Mischung aus afrikanischer Musik und der der Missionare.

Die Chormusik wird sowohl a cappella als auch von verschiedenen traditionellen und modernen Instrumenten begleitet vorgetragen. Trommeln, Kalebassen-Rasseln und Keyboard spielen eine große Rolle, aber auch die „atentenben“ (Bambusflöte) und das Saiteninstrument „seprewa“.

Die meisten Lieder haben Texte in den lokalen afrikanischen Sprachen „Ewe“ oder „Twi“, einige Stücke sind auf Deutsch, Englisch oder Französisch übersetzt, damit sie auch gemeinsam gesungen werden können. Ein Großteil der Lieder ist extra für diese Konzertreise zum NM-Jubiläum vom Chorleiter und Mitgliedern des Chores komponiert worden.

Die Norddeutsche Mission (NM) wurde 1836 gegründet. Die aus der Mission hervorgegangenen Kirchen (Bremische Evangelische Kirche, Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo, Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg, Evangelical Presbyterian Church, Ghana, Evangelisch-reformierte Kirche und Lippische Landeskirche) sind heute gleichberechtigte Mitglieder der NM.

Doris Jeddeloh verabschiedet

Dirk v. Grone verabschiedet Doris Jeddeloh als Leiterin des Kindergottesdienstes. Foto: U. Martens

Nach sechsjähriger Tätigkeit hat Doris Jeddeloh ihre Tätigkeit als verantwortliche Leiterin des Kindergottesdienstes an der St. Nikolai-Kirche in Edewecht beendet. In der gestrigen Sitzung des Gemeindekirchenrates im Gemeindehaus Süddorf sprach der GKR-Vorsitzende Dirk v. Grone Frau Jeddeloh den Dank der Kirchengemeinde aus und überreichte einen Blumenstrauß. Nachfolgerin von Doris Jeddeloh ist Sandra Martinez, die nach den Sommerferien die Leitung des Kindergottesdienstes übernimmt.

„Es macht Spaß, Verantwortung zu übernehmen“

Der Bus kommt um die Ecke. Die Türen öffnen sich. 30 Gesichter strahlen ihren Eltern entgegen, etwas müde vielleicht, aber glücklich. Wieder einmal ist eine Fahrt der Ev. Jugend vorüber. Wie funktioniert das eigentlich – Sommerfreizeit? Im Gespräch mit Mitgliedern eines Freizeitenteams blickt Kark un Lüe hinter die Kulissen.

Die Fahrt nach Göhrde ist eine der Edewechter Sommerfreizeiten in diesem Jahr. Zehn Ehrenamtliche stellen gemeinsam mit Diakon Volker Austein ein Programm für 30 Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren auf die Beine. Die Edewechter haben bereits Fahrten nach Göhrde organisiert und wissen daher, was sie vor Ort erwartet. „Wir können viele Aktivitäten draußen durchführen. Das Gelände ist dafür ideal“, berichtet Geeske Martens (17), die zum dritten Mal eine Kinderfreizeit begleitet. „Darum wird unser Thema in diesem Jahr auch viel mit Action und Abenteuer zu tun haben.“

Im Gespräch mit Kark un Lüe (v.l.): Geeske Martens, Lisa Wraase, Lennart Lehmkuhl und Marvin Timmermann. Foto: U. Martens

Seit März sitzt das Team an der inhaltlichen Vorbereitung. Was hat uns Spaß gemacht, als wir 12 waren? Was kommt gut an, welche Erfahrungen haben wir von früheren Freizeiten? Was möchten wir gern einmal ausprobieren? Das sind einige der Fragen, die am Anfang der Vorbereitung stehen – bis dann ein Thema gefunden ist, das der Freizeit den roten Faden gibt.

Schon im Herbst des letzten Jahres ist entschieden worden, wer zum Team gehört. Bei der Auswahl spielt der Diakon eine wichtige Rolle: Er kennt die Ehrenamtlichen und kann einschätzen, wer geeignet ist. So sind erfahrene Teammitglieder des Vorjahres wieder dabei, aber auch neue Teamer bekommen die Chance, Erfahrungen zu sammeln. Die Ehrenamtlichen können sich gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Neuen können den „alten Hasen“ über die Schulter gucken.

Selbstversorgung nicht Selbstzweck

Zwei Personen sind für die Küche zuständig – die Freizeit setzt auf Selbstversorgung. Sie kümmern sich um Einkauf und Rezepte. Dabei lassen sie sich im Vorfeld beraten, und sie können auf vielseitige „Kochbücher für Gruppen“ zurückgreifen. Vor Ort wird das Küchenteam jeweils um eine Gruppe von Teilnehmenden ergänzt. Die Selbstversorgung ist nicht Selbstzweck, sondern Teil des pädagogischen Konzeptes. Der Umgang mit Lebensmitteln und die Zubereitung von Mahlzeiten für andere ist für viele Kinder eine neue Erfahrung.

Ebenso wichtig für die Vorbereitung sind die pädagogischen Fragen: Was machen wir, wenn ein Kind Heimweh hat? Wann ist Nachtruhe? Diese und andere Fragen werden intensiv diskutiert und gemeinsam entschieden. „Trotzdem passieren auf der Freizeit Dinge, über die man so noch gar nicht nachgedacht hat, und auch da muss man richtig reagieren“, sagt Geeske, und Lisa Wraase (15), die auch zum dritten Mal dabei ist, ergänzt: „Es gibt kein Patentrezept, jedes Kind ist anders. Darum muss man sich immer neu auf die Situation einstellen“. Vor Ort sprechen sich die Teamer auch untereinander ab, wenn sie sich nicht sicher sind. Auch das ist der Vorteil des großen Teams.

Hilfreich sind auch die Teamsitzungen jeden Abend während der Freizeit. Dort werden organisatorische Dinge besprochen, aber auch Probleme, die aufgetaucht sind. Die gegenseitige Unterstützung gehört dazu. Ob der Umgang im Team gut funktioniert, registrieren die Eltern schon beim Info-Abend vor der Freizeit. „Das ist wichtig“, betont Lisa: „die Eltern sollen wissen, dass ihre Kinder bei uns gut aufgehoben sind.“

Die Praxis kommt auf der Freizeit

Die Teammitglieder haben an Mitarbeiterschulungen teilgenommen und sind sehr gut vorbereitet. „Es ist wie in der Fahrschule“, erläutert Urte Harbers (16), die ebenfalls zum dritten Mal mitfährt. „Die Praxis bekommt man erst beim Fahren. In der Schulung werden die Grundlagen gelegt, und auf Freizeiten lernt man, das Wissen dann anzuwenden.“ Verantwortung übernehmen die Teammitglieder nicht nur für das Freizeitprogramm und die täglichen Andachten. Jeweils ein Teamer ist als Tagesleitung für den Ablauf eines Tages zuständig, und jeder übernimmt für die Kinder in einem Zimmer die Rolle des Ansprechpartners. Abends eine Geschichte vorlesen, sich die Erlebnisse des Tages erzählen – für die Kinder sind diese Teamer wichtige Bezugspersonen. Natürlich gibt es auch Nachtwachen, die am späteren Abend dafür Sorgen, dass die Kinder zur Ruhe kommen.

Auch das gehört zur Vorbereitung: Auswahl von Spielen für Schlecht-Wetter-Tage. Foto: U. Martens

Intensive Vorbereitungen, wenig Schlaf auf der Freizeit, aber viel Arbeit und Verantwortung: Was reizt die Ehrenamtlichen an dieser Aufgabe? „Es macht einfach Spaß, eine solche Fahrt zu organisieren“, sagt der 15-jährige Marvin Timmermann. Spaß und Neues auszuprobieren sind auch für die anderen wichtige Aspekte. „Man lernt etwas für das Leben“, sagen die Jugendlichen. Lennart Lehmkuhl (17) findet wichtig, dass man herausfindet, was man eigentlich alles kann, und mit seinen Stärken und Schwächen umzugehen.

Und wie ist es nun mit dem Heimweh? „Meistens hilft es schon, wenn man in den Kindern Vorfreude auf das Programm des nächsten Tages weckt“, sagt Lisa. Und so werden wohl auch in diesem Sommer wieder 30 Kinder aus dem Bus steigen, etwas müde vielleicht, aber fröhlich.

Uwe Martens

Neuwahl im Rat der Evangelischen Jugend

Bei den turnusgemäßen jährlichen Neuwahlen zum Vorstand des Rates der Ev. Jugend trat die bisherige Vorsitzende Victoria Ebel (18 Jahre, Husbäke) nicht mehr an. Der Gemeindekirchenratsvorsitzende Dirk von Grone dankte ihr mit einem kleinen Geschenk für ihr langjähriges Engagement.

Zum neuen Vorsitzenden wählte das Jugendgremium anschließend Sebastian Georg (16, Edewecht), zur ersten Stellvertreterin die 15jährige Edewechterein Lisa Wraase. Geeske Martens (17, Edewecht), die eigentlich ihre Vorstandsarbeit nach zwei Wahlperioden beenden wollte, ließ sich noch einmal für das Amt als zweite Stellvertreterin wählen, um den Übergang zur neuen Leitung zu unterstützen. Zum erweiterten Vorstand gehören Pastor Achim Neubauer und Diakon Volker Austein.

Ein herzliches Danke schön geht an Victoria Ebel, die den Rat der Evangelischen Jugend zwei Jahre als Vorsitzende geleitet hat.

Posaunenchor in Wüsting

Ein Probenwochenende in Wüsting verbrachte jetzt der Posaunenchor der Kirchengemeinde Edewecht. Auf dem Programm stand die Vorbereitung für das Kirchenkonzert im Juni, aber auch das gemeinsame Musizieren im Sonntagsgottesdienst mit dem dortigen Posaunenchor. Die Edewechter Bläser wurden herzlich von Pfarrer Udo Dreyer begrüßt, der bis November 2010 in Süddorf tätig war und nun Pastor in Wüsting ist.

Fotos von der Posaunenchorfreizeit: