Konfirmation – immer noch attraktiv für junge Menschen

 

Sich konfirmieren zu lassen ist unter Jugendlichen nach wie vor attraktiv. Auch dieses Jahr werden im Mai in zwölf Gottesdiensten über 170 junge Menschen konfirmiert. Was sind die Beweggründe und die Erwartungen der Jugendlichen? Eine kleine Gruppe der Konfirmanden hat Auskunft darüber gegeben.

Konfirmation bedeutet für die meisten die Fortführung der Tradition. Nach der Taufe als Kleinkind kommt für sie die Konfirmation, auch wieder als Voraussetzung für eine mögliche kirchliche Trauung. Sie haben diese Tradition nicht in Frage gestellt, alle machen es und sie möchten dazu gehören. Sie freuen sich auf den besonderen Tag, an dem sie im Mittelpunkt stehen, auf das Fest, auf das Wiedersehen mit Verwandten, die nicht oft zu Besuch kommen. Die Geschenke, besonders die Geldgeschenke, spielen natürlich auch eine Rolle. Sie geben ihnen die Möglichkeit, sich einen kostspieligen Wunsch zu erfüllen. Es ist ein wichtiger Schritt ins Erwachsenenleben.

Der Konfirmandenunterricht hat den Jugendlichen am Beispiel von Jesus gezeigt, wie wichtig die Gemeinschaft, das soziale Miteinander, ist. Ihr soziales Verhalten ist gestärkt worden. Ebenso haben sie Selbstbewusstsein entwickelt, als sie einen Gottesdienst gestalteten und dabei ihre Ideen vor vielen Menschen  darstellen mussten.

Die Teilnahme an Gottesdiensten fanden nicht alle gut, weil sie früh aufstehen mussten . Die Predigten haben einigen gut gefallen, weil sie einen Bezug von biblischen Geschichten zu ihrem täglichen Leben hergestellt haben. Auch an Veranstaltungen der evangelischen Jugend im Rahmen von „Konfitüre“ haben sie teilgenommen und positive Erfahrungen gemacht.

Das Gespräch mit den Jugendlichen und die große Anzahl von Konfirmanden jedes Jahr zeigen, dass Kirche und Gemeindeleben bei jungen Menschen eine wichtige Rolle spielen. Die kirchlichen Traditionen sind für sie Stationen auf ihrem Lebensweg. Das Feiern im Kreise der Familie und Freunde vermittelt das Gefühl, ein Teil der Gemeinschaft zu sein. Die Feste sind die Höhepunkte, die das Zusammenleben festigen. Das ist ganz im Sinne des christlichen Miteinanders, das für jeden Menschen einen Platz hat. Für die Kirchengemeinde stellt sich immer wieder die Aufgabe, den jungen Menschen diesen Platz zu zeigen.

Erika Külbel-Schmidt

Buchtipp aus dem Bücherkeller: Zebraland

An einem schönen Sommerabend sind vier Jugendliche mit dem Auto auf dem Heimweg von einem Festival unterwegs. In der Dunkelheit rammen sie ein Moped. Die Fahrerin, eine Mitschülerin, liegt scheinbar leblos an der Böschung.

Panisch flüchten die vier vom Unfallort, verwischen in der Folgezeit mögliche Spuren. Aus dem Radio erfahren sie, dass das Mädchen auf dem Weg ins Krankenhaus verstorben ist. Wie gern würden die vier den Unfall aus ihrem Leben streichen. Schuldgefühle und Angst bestimmen von nun an ihren Alltag.

Und plötzlich taucht per Brief ein heimlicher Mitwisser auf. Unter dem Namen ‚Mose‘ stellt er den Einzelnen Aufgaben und droht, die Öffentlichkeit zu informieren, wenn seine Forderungen nicht erfüllt werden.

Die junge Autorin gibt einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der jungen Menschen. Psychologisch einfühlsam und spannend zugleich thematisiert sie die Frage nach Schuld und dem Umgang mit ihr.

Für Jugendliche ab 13 Jahren ist dieses Buch unbedingt zu empfehlen:

Zebraland von Marlene Röder, erschienen 2011 im Ravensburger Buchverlag.

Christine Wilke

 

Jahreshauptversammlung der Ev. Frauenhilfe

Wie in jedem Jahr traf sich die Ev. Frauenhilfe im Januar zu ihrer Jahreshauptversammlung. In diesem Jahr standen wieder Wahlen an. Dieser Tagesordungspunkt ging sehr schnell über die Bühne. In ihren Ämtern wurden Inge Reimers als erste Vorsitzende und Armgard Müller als Kassenwartin und stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt.

Das Jahr 2010 war für die Frauenhilfe ein sehr positives Jahr. Allein elf neue Mitglieder konnten begrüßt werden. Auch das 100-jährige Jubiläum war ein gelungenes Fest.

In diesem Jahr stehen als besondere Gäste am 06. April Frau Oberkirchenrätin Lenk und am 18. Mai Frau Beutin vom Gustav-Adolf-Werk auf dem Programm. Alle weiteren Programmpunkte werden auch in der NWZ abgedruckt. Die Ev. Frauenhilfe freut sich natürlich, immer Gäste begrüßen zu dürfen.

 

24 Hours? Yes, we can!

Vierundzwanzig Stunden lang – von 10:00 Uhr bis 10:00 Uhr am 19./20. März 2011 – möchte die Jugendarbeit unserer Kirchengemeinde zeigen, was in ihr steckt. Seit dem vergangenen November sind 20 Jugendliche mit den Vorbereitungen für ein umfangreiches Programm und der Klärung der Organisation befasst. Und noch mehr werden für andere Jugendliche tätig sein, wenn die Uhr „zehn“ schlägt.

Verschiedenste Veranstaltungen und Workshops bieten gute Unterhaltung und Begegnung. Im und am Haus der offenen Tür, Hauptstr. 40, gibt es eine große Auswahl kreativer und musikalischer Angebote vom Facepainting und Riesengemälde über sportliche Aktivitäten bis zu Gitarrenschnupperkursen und dem Zusammenspiel einer Rockband. Unternehmungslustige zieht es vielleicht hinaus zu einer Runde Capture the Flag, dem bekannten Geländespiel. Billard, Kicker, Disco, Mitternachtsandacht, Rollenspiel und Film runden das Programm ab, das bei entsprechender Kondition erst am nächsten Morgen endet.

Interessierte ab 13 Jahre können jederzeit kommen und problemlos ins Programm einsteigen. Wer im Haus der offenen Tür übernachten will, bringe bitte Schlafsack und Luftmatratze mit. Ein Versorgungsteam bietet Essen und Trinken zu sehr günstigen Preisen an. Natürlich gibt es keinen Alkohol.

Eine ausführlichere Programmbeschreibung erscheint Anfang März und kann im Internet unter www.ammerland.ejo.de heruntergeladen oder beim Ev. Kreisjugenddienst unter der Telefonnummer 04405-989876 angefordert werden.

 

„Vierstimmig krieg ich allein nicht hin“

Schon in der Bibel ist von Posaunen und Trompeten die Rede – darum gehört zu einer lebendigen Gemeinde immer auch ein Posaunenchor. Davon sind die Bläserinnen und Bläser überzeugt, die regelmäßig unter der Leitung von Martin Brink im Haus der offenen Tür zusammenkommen. „Bläsermusik ist Teil der Verkündigung“, sagt der 45-Jährige aus Wüsting, der vor drei Jahren die Leitung des Chores übernommen hat.

Mitglieder des Posaunenchores

Das gemeinsame Musizieren und die gute Gemeinschaft stehen für die Mitglieder im Vordergrund. „Wir sind eine bunte Mischung von Jüngeren und Älteren, und alle werden so angenommen, wie sie sind“, stellt Hans Dreesmann fest, und Susanne Dorka ergänzt: „Wir haben Spaß miteinander, wir können uns aufeinander verlassen“. Dass der Posaunenchor generationenübergreifend funktioniert, ist auch Martin Brink wichtig. Derzeit sind Musiker zwischen 17 und 70 Jahren dabei.

Ein Blasinstrument haben viele schon als Jugendliche erlernt. Einige sind aber auch Späteinsteiger, wie etwa Stefan Cohnen, der durch seine Frau zum Posaunenchor gekommen ist. Hans-Gerd Bloy, der dem Chor mit der Tuba das Fundament gibt, hat sogar erst im Alter von 60 Jahren mit der Bläserei angefangen.

Während der Probe

Interessierte können in Ruhe ausprobieren, ob es überhaupt klappt mit Trompete, Posaune oder Tenorhorn, denn das Instrument wird von der Gemeinde gestellt. „Das Spielen ist viel einfacher, als ich gedacht hatte“, ermutigt Sonja Behme. Sie selbst ist seit einem Jahr dabei. „Anfänger müssen nichts mitbringen“, sagt der Chorleiter, der sich über weiteren Bläsernachwuchs jeden Alters freuen würde. „Nur gute Laune, ein bisschen Zeit und die Bereitschaft zu üben.“ Der Unterricht ist kostenlos.

Um die Gemeinschaft zu fördern, fahren die Bläser jedes Jahr auf eine Wochenendfreizeit. Der Chor will auch in Zukunft hin und wieder mit anderen Chören gemeinsam musizieren. Die Begleitung der Gedenkfeiern am Volkstrauertag zusammen mit dem Posaunenchor der Ev.-Methodistischen Kirchengemeinde in Edewecht ist z.B. seit Jahren gute Praxis. Besonders wichtig ist es dem Leiter aber, regelmäßig im Gottesdienst mitzuwirken.

„Ich mag den Klang der Blasinstrumente sehr, und ich spiele gern im Gottesdienst“, beschreibt Kerstin Cohnen die Faszination, die von dieser Musik ausgeht, und Susanne Dorka sagt lächelnd: „Vierstimmig zu spielen kriege ich allein zuhause nicht hin!“

Neue Bläser und Bläserinnen gesucht

Der Posaunenchor probt regelmäßig montags um 18.30 Uhr im Haus der offenen Tür in Edewecht; die Anfänger und Anfängerinnen beginnen um 17.45 Uhr. Wer ein Instrument neu erlernen oder wieder einsteigen möchte, kann zu den Probenterminen kommen oder sich mit Chorleiter Martin Brink in Verbindung setzen (Telefon 04484-920372)

(Uwe Martens)

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