Jahreshauptversammlung der Ev. Frauenhilfe

Wie in jedem Jahr traf sich die Ev. Frauenhilfe im Januar zu ihrer Jahreshauptversammlung. In diesem Jahr standen wieder Wahlen an. Dieser Tagesordungspunkt ging sehr schnell über die Bühne. In ihren Ämtern wurden Inge Reimers als erste Vorsitzende und Armgard Müller als Kassenwartin und stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt.

Das Jahr 2010 war für die Frauenhilfe ein sehr positives Jahr. Allein elf neue Mitglieder konnten begrüßt werden. Auch das 100-jährige Jubiläum war ein gelungenes Fest.

In diesem Jahr stehen als besondere Gäste am 06. April Frau Oberkirchenrätin Lenk und am 18. Mai Frau Beutin vom Gustav-Adolf-Werk auf dem Programm. Alle weiteren Programmpunkte werden auch in der NWZ abgedruckt. Die Ev. Frauenhilfe freut sich natürlich, immer Gäste begrüßen zu dürfen.

 

24 Hours? Yes, we can!

Vierundzwanzig Stunden lang – von 10:00 Uhr bis 10:00 Uhr am 19./20. März 2011 – möchte die Jugendarbeit unserer Kirchengemeinde zeigen, was in ihr steckt. Seit dem vergangenen November sind 20 Jugendliche mit den Vorbereitungen für ein umfangreiches Programm und der Klärung der Organisation befasst. Und noch mehr werden für andere Jugendliche tätig sein, wenn die Uhr „zehn“ schlägt.

Verschiedenste Veranstaltungen und Workshops bieten gute Unterhaltung und Begegnung. Im und am Haus der offenen Tür, Hauptstr. 40, gibt es eine große Auswahl kreativer und musikalischer Angebote vom Facepainting und Riesengemälde über sportliche Aktivitäten bis zu Gitarrenschnupperkursen und dem Zusammenspiel einer Rockband. Unternehmungslustige zieht es vielleicht hinaus zu einer Runde Capture the Flag, dem bekannten Geländespiel. Billard, Kicker, Disco, Mitternachtsandacht, Rollenspiel und Film runden das Programm ab, das bei entsprechender Kondition erst am nächsten Morgen endet.

Interessierte ab 13 Jahre können jederzeit kommen und problemlos ins Programm einsteigen. Wer im Haus der offenen Tür übernachten will, bringe bitte Schlafsack und Luftmatratze mit. Ein Versorgungsteam bietet Essen und Trinken zu sehr günstigen Preisen an. Natürlich gibt es keinen Alkohol.

Eine ausführlichere Programmbeschreibung erscheint Anfang März und kann im Internet unter www.ammerland.ejo.de heruntergeladen oder beim Ev. Kreisjugenddienst unter der Telefonnummer 04405-989876 angefordert werden.

 

„Vierstimmig krieg ich allein nicht hin“

Schon in der Bibel ist von Posaunen und Trompeten die Rede – darum gehört zu einer lebendigen Gemeinde immer auch ein Posaunenchor. Davon sind die Bläserinnen und Bläser überzeugt, die regelmäßig unter der Leitung von Martin Brink im Haus der offenen Tür zusammenkommen. „Bläsermusik ist Teil der Verkündigung“, sagt der 45-Jährige aus Wüsting, der vor drei Jahren die Leitung des Chores übernommen hat.

Mitglieder des Posaunenchores

Das gemeinsame Musizieren und die gute Gemeinschaft stehen für die Mitglieder im Vordergrund. „Wir sind eine bunte Mischung von Jüngeren und Älteren, und alle werden so angenommen, wie sie sind“, stellt Hans Dreesmann fest, und Susanne Dorka ergänzt: „Wir haben Spaß miteinander, wir können uns aufeinander verlassen“. Dass der Posaunenchor generationenübergreifend funktioniert, ist auch Martin Brink wichtig. Derzeit sind Musiker zwischen 17 und 70 Jahren dabei.

Ein Blasinstrument haben viele schon als Jugendliche erlernt. Einige sind aber auch Späteinsteiger, wie etwa Stefan Cohnen, der durch seine Frau zum Posaunenchor gekommen ist. Hans-Gerd Bloy, der dem Chor mit der Tuba das Fundament gibt, hat sogar erst im Alter von 60 Jahren mit der Bläserei angefangen.

Während der Probe

Interessierte können in Ruhe ausprobieren, ob es überhaupt klappt mit Trompete, Posaune oder Tenorhorn, denn das Instrument wird von der Gemeinde gestellt. „Das Spielen ist viel einfacher, als ich gedacht hatte“, ermutigt Sonja Behme. Sie selbst ist seit einem Jahr dabei. „Anfänger müssen nichts mitbringen“, sagt der Chorleiter, der sich über weiteren Bläsernachwuchs jeden Alters freuen würde. „Nur gute Laune, ein bisschen Zeit und die Bereitschaft zu üben.“ Der Unterricht ist kostenlos.

Um die Gemeinschaft zu fördern, fahren die Bläser jedes Jahr auf eine Wochenendfreizeit. Der Chor will auch in Zukunft hin und wieder mit anderen Chören gemeinsam musizieren. Die Begleitung der Gedenkfeiern am Volkstrauertag zusammen mit dem Posaunenchor der Ev.-Methodistischen Kirchengemeinde in Edewecht ist z.B. seit Jahren gute Praxis. Besonders wichtig ist es dem Leiter aber, regelmäßig im Gottesdienst mitzuwirken.

„Ich mag den Klang der Blasinstrumente sehr, und ich spiele gern im Gottesdienst“, beschreibt Kerstin Cohnen die Faszination, die von dieser Musik ausgeht, und Susanne Dorka sagt lächelnd: „Vierstimmig zu spielen kriege ich allein zuhause nicht hin!“

Neue Bläser und Bläserinnen gesucht

Der Posaunenchor probt regelmäßig montags um 18.30 Uhr im Haus der offenen Tür in Edewecht; die Anfänger und Anfängerinnen beginnen um 17.45 Uhr. Wer ein Instrument neu erlernen oder wieder einsteigen möchte, kann zu den Probenterminen kommen oder sich mit Chorleiter Martin Brink in Verbindung setzen (Telefon 04484-920372)

(Uwe Martens)

Trauerhalle wird gebaut

Die Verantwortung der Ev.-Luth Kirchengemeinde für das Bestattungswesen mit Friedhöfen und Leichenhallen ist ein Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Diese ist der Edewechter Kirchengemeinde historisch zugewachsen, wie in ländlichen Strukturen üblich. Das hat sich über Jahrhunderte so entwickelt und ist auch heute ein tragfähiges Modell. Dazu gehört neben der Erfüllung von Verwaltungs- und gärtnerischen Friedhofsaufgaben auch die Verfügbarkeit von Leichenhallen, einschließlich deren technische Einsatzbereitschaft und ununterbrochene Nutzbarkeit.

Gerade diese Eigenschaften sind seit vielen Jahren bei der Edewechter Leichenhalle nicht mehr vollständig gegeben, bzw. ihre Aufrechterhaltung mit sehr hohen Kosten verbunden. Und der Andachtsraum deckt den steigenden Bedarf nicht mehr. Trauerfamilien und Trauergäste erwarten heute mehr. Die seit einigen Jahren zurückgehende Nutzungshäufigkeit war gewissermaßen eine Abstimmung mit den Füßen. Nicht nur die Weiterentwicklung der Abschiedskultur, sondern auch gesetzliche Auflagen und die demografische Entwicklung waren ausschlaggebend für die Entscheidung zum Neubau. Die sehr kostspielige Renovierung des alten Bestandes schied deshalb als Lösung aus.

Mit einem vergrößerten Andachtsraum wird der Nutzungszweck gegenüber einer Leichenhalle früherer Vorstellungen deutlich erweitert. Die neue Bezeichnung „Trauerhalle“ wird dem gerecht, unbeschadet der gleichzeitigen Erfüllung aller Auflagen für das gesetzlich Vorgeschriebene (Lüftung, Kühlung, umfangreiche hygienische Anforderungen und Sicherung). Aus der abgedruckten Skizze des Grundrisses ist ersichtlich, welcher Aufwand dafür nötig ist. Die Erfahrungen mit vielen Trauerfamilien zeigen, wie wichtig der dort vorgesehene Abschiedsraum geworden ist.

Bei den Vorüberlegungen spielte die Finanzierung eine bedeutende Rolle. Die Kirchengemeinde führt für die Friedhofsangelegenheiten einen in sich geschlossenen Gebührenhaushalt, der sich aus den Gebühren vollständig selbst tragen muss. Die erwirtschaftete Rücklage ist für Renovierungen, größere Anschaffungen für den Maschinenpark und für Neuerschließungen und Einrichten von Anlagen (z.B. des in Planung befindlichen pflegeleichten Urnengräberfeldes) unabdingbar. Die dort verfügbaren Mittel decken aber die erwarteten Gesamtkosten für dieses Vorhaben nicht. Die Trauerhalle ist mit 400.000 Eur veranschlagt. Auf Antrag des Gemeindekirchenrates hat die Gemeinde Edewecht einen Zuschuss in Höhe von 100.000 Eur zugesagt. Der Rest wird durch ein internes Darlehen gedeckt, welches aus den erwarteten Gebühreneinnahmen zurückzuzahlen ist.

 

Inzwischen sind die Vorplanungen abgeschlossen. Ein würdiger Platz ist gefunden worden (zwischen HOT und Ehrenmal), der Gemeindekirchenrat hat sehr ausführlich, oft kontrovers, aber am Ende mit großer Mehrheit entschieden. Die Finanzierung ist unter Dach und Fach und das kirchenaufsichtliche Genehmigungsverfahren bei der Ev. Kirche in Oldenburg / unserer Landeskirche ist ebenfalls abgeschlossen. Am 07. Februar sind die Pläne des Architekten J. Helmerichs dem Bauausschuss des Rates der Gemeinde Edewecht vorgestellt worden. Und ganz wichtig: die Öffentlichkeit war jederzeit hergestellt durch die Einladungen zu den Gemeindekirchenratssitzungen und durch ausführliche Berichterstattung in der Nordwest Zeitung. Nächste Schritte werden sein: Beantragung der Baugenehmigung  und die Ausschreibungen.    –    Aus heutiger Sicht streben wir die Fertigstellung für dieses laufende Jahr an.

Die sehr gründlichen Vorberatungen mit allen Beteiligten und Entscheidungsträgern lassen den zügigen Abschluss dieser Planungsphase erwarten. Nächste Schritte werden sein: Beantragung der Baugenehmigung und die Ausschreibungen. Aus heutiger Sicht wird die Fertigstellung noch für dieses Jahr angestrebt. n

Dirk v. Grone

„Etwas weitergeben von der Menschenfreundlichkeit Gottes“

Pastor Udo Dreyer hat die Pfarrstelle gewechselt: Seit 1. November 2010 ist er in der Kirchengemeinde Holle-Wüsting tätig. Mit dem folgenden Kark-un-Lüe-Artikel verabschiedet er sich von seiner bisherigen Gemeinde:

Liebe Gemeindeglieder, …

… „nun wollen Sie uns also verlassen“ – mit diesen Worten begegneten mir in letzter Zeit viele Gemeindeglieder und meine Antwort war: „Sie will ich eigentlich gar nicht verlassen, weil mir die Menschen in über acht Jahren ans Herz gewachsen sind.“ Aber die Antwort hat auch noch einen zweiten Teil, der heißt: Ein Wechsel ist für mich dran – deshalb habe ich mich auf eine neue Stelle beworben und freue mich nun auf eine wesentlich kleinere und überschaubarere Gemeinde mit Einzelpfarrstelle und 1000 Gemeindegliedern weniger. Da ist die Möglichkeit, dem Einzelnen gerechter zu werden und mehr Zeit für die Aufgaben zu haben, doch größer. So bin ich also seit 1. November Pastor der Kirchengemeinde Holle-Wüsting und versorge noch einen kleinen ländlichen Teil der Kirchengemeinde Hude.

Verabschiedung in Süddorf: Pastorin Dettloff, Pastor Dreyer, Bürgermeisterin Lausch, Pastor Neubauer (v.l.).

Eigentlich waren es zweimal vier Jahre, die ich hier war: Von Juli 2002 bis April 2006 wohnte ich in Edewecht und war auch sehr gern Pastor in Jeddeloh I. Der „kirchliche Vierradantrieb“, von dem Bischof Krug bei meiner Einführung sprach, war dann aber leider nach dem Weggang von Pastor Uwe Gräbe nach Jerusalem zu Ende und die Aufgabe aus „vier mach drei“ führte mich im Mai 2006 nach Süddorf. Nun war ich „Kanalpastor“ für 16 Kanalkilometer, musste Jeddeloh I und einen Teil von Edewecht abgeben und bekam den alten Süddorfer Kernbezirk mit Husbäke, Overlahe, Süddorf, E’damm, Ahrensdorf und Heinfelde dazu, wo ich mich bald heimisch fühlte, und behielt Jeddeloh II, Klein Scharrel und Ostland.

Diese Pfarrstellenreduzierung hat ihre Spuren hinterlassen – und das ist nicht nur an den veränderten Gottesdienstzeiten spürbar. Sie fiel in das Jahr des Kirchenjubiläums. Gern denke ich an den feierlichen Jubiläumsgottesdienst in St. Nikolai zurück und die Befragung der Zeitzeugen in der vollen Martin-Luther-Kirche. Das Küstenkanaljubiläum kam zum Ende meiner Dienstzeit und mir hat es gut getan, aus diesem Anlass einen Zeltgottesdienst zu feiern. Es hat mich noch mal tiefen Respekt empfinden lassen vor der Lebensgeschichte und der Arbeitsleistung vieler Kanalanwohner.

Es gab unzählige Begegnungen, Gespräche und Besuche zu fröhlichen und traurigen Anlässen. Es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen herzlich zu danken für Ihre offenen Türen und das Vertrauen, das Sie mir entgegen gebracht haben.

Bewundernswert fand ich das ehrenamtliche Engagement in vielen Bereichen: zum Beispiel bei den Kirchenältesten, die viel auffangen von der hauptamtlichen, auch verwaltungsmäßigen Ressourcenverknappung in der Kirche. Viel Zeit haben sich die Damen vom Besuchsdienst genommen, das Team der offenen Straßenkirche und der rührige Süddorfer Basarkreis, wo immer alles „wie am Schnürchen“ lief. Und nicht zu vergessen das kreative und hoch motivierte Jeddeloher Kinderkirchenteam.

Rund 400 Konfirmanden habe ich unterrichtet und versucht, ihnen die Grundlagen christlichen Glaube und christliches Lebens nahe zu bringen. Dabei habe ich immer wieder gespürt, was für ein knappes Gut Aufmerksamkeit gerade (aber nicht nur) bei jungen Leuten heute ist, die so vieles zu verarbeiten haben. Exzellent ausgebildete und kompetente junge Mitarbeiter haben sehr dazu beigetragen, dass die Konfirmandenfahrten bleibende Erlebnissen hinterließen.

Die Arbeit im Jeddeloher Kindergarten hat mir Freude gemacht. Die Offenheit und Direktheit der Kinder habe ich immer genossen. Schön fand ich die gute und verlässliche Zusammen- und Vorarbeit gerade bei der Gestaltung von Gottesdiensten. Alles war immer tiptop organisiert und strukturiert. Gern habe ich auch in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACKE) mitgearbeitet. Das ökumenische und verlässliche Miteinander und das Zusammenfließen vieler guter Gaben zum Beispiel bei der Vorbereitung der Marktgottesdienste habe ich als ein Juwel in der Edewechter Kirchenlandschaft empfunden.

„Kark un Lüe“ hat ein neues Gesicht – und ich war bei der neuen Konzeption dieses Kirchenblattes dabei. Ich habe gern in einem sehr engagierten Redaktionsteam mit gearbeitet. Ich hoffe, dass sich „Kark un Lüe“ weiterhin so gut entwickelt und auch von Kirchenfernen gelesen wird.

Das Pfarramt hier bot sehr viele Betätigungsfelder – und ich habe versucht, mit meinen Gaben den unterschiedlichsten Aufgaben gerecht zu werden. Als immer wieder neue Herausforderung habe ich den großen Regelungs- und Kommunikationsbedarf empfunden, die so eine große Flächengemeinde abverlangt.

Liebe Gemeindeglieder, es war mir in meiner Arbeit in der Gemeinde ein Anliegen, in Gottesdienst, Seelsorge und Unterricht etwas weiterzugeben von der Menschenfreundlichkeit Gottes. Es ging mir darum, immer wieder ein Gottvertrauen zu stärken, dass darauf baut, dass wir unser Leben nie nur für uns, sondern immer vor Gott führen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und allen, die in der Kirchengemeinde arbeiten, von Herzen Gottes reichen Segen.

Ihr

Udo Dreyer

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