Buchtipp aus dem Bücherkeller: Zebraland

An einem schönen Sommerabend sind vier Jugendliche mit dem Auto auf dem Heimweg von einem Festival unterwegs. In der Dunkelheit rammen sie ein Moped. Die Fahrerin, eine Mitschülerin, liegt scheinbar leblos an der Böschung.

Panisch flüchten die vier vom Unfallort, verwischen in der Folgezeit mögliche Spuren. Aus dem Radio erfahren sie, dass das Mädchen auf dem Weg ins Krankenhaus verstorben ist. Wie gern würden die vier den Unfall aus ihrem Leben streichen. Schuldgefühle und Angst bestimmen von nun an ihren Alltag.

Und plötzlich taucht per Brief ein heimlicher Mitwisser auf. Unter dem Namen ‚Mose‘ stellt er den Einzelnen Aufgaben und droht, die Öffentlichkeit zu informieren, wenn seine Forderungen nicht erfüllt werden.

Die junge Autorin gibt einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der jungen Menschen. Psychologisch einfühlsam und spannend zugleich thematisiert sie die Frage nach Schuld und dem Umgang mit ihr.

Für Jugendliche ab 13 Jahren ist dieses Buch unbedingt zu empfehlen:

Zebraland von Marlene Röder, erschienen 2011 im Ravensburger Buchverlag.

Christine Wilke

 

Jahreshauptversammlung der Ev. Frauenhilfe

Wie in jedem Jahr traf sich die Ev. Frauenhilfe im Januar zu ihrer Jahreshauptversammlung. In diesem Jahr standen wieder Wahlen an. Dieser Tagesordungspunkt ging sehr schnell über die Bühne. In ihren Ämtern wurden Inge Reimers als erste Vorsitzende und Armgard Müller als Kassenwartin und stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt.

Das Jahr 2010 war für die Frauenhilfe ein sehr positives Jahr. Allein elf neue Mitglieder konnten begrüßt werden. Auch das 100-jährige Jubiläum war ein gelungenes Fest.

In diesem Jahr stehen als besondere Gäste am 06. April Frau Oberkirchenrätin Lenk und am 18. Mai Frau Beutin vom Gustav-Adolf-Werk auf dem Programm. Alle weiteren Programmpunkte werden auch in der NWZ abgedruckt. Die Ev. Frauenhilfe freut sich natürlich, immer Gäste begrüßen zu dürfen.

 

24 Hours? Yes, we can!

Vierundzwanzig Stunden lang – von 10:00 Uhr bis 10:00 Uhr am 19./20. März 2011 – möchte die Jugendarbeit unserer Kirchengemeinde zeigen, was in ihr steckt. Seit dem vergangenen November sind 20 Jugendliche mit den Vorbereitungen für ein umfangreiches Programm und der Klärung der Organisation befasst. Und noch mehr werden für andere Jugendliche tätig sein, wenn die Uhr „zehn“ schlägt.

Verschiedenste Veranstaltungen und Workshops bieten gute Unterhaltung und Begegnung. Im und am Haus der offenen Tür, Hauptstr. 40, gibt es eine große Auswahl kreativer und musikalischer Angebote vom Facepainting und Riesengemälde über sportliche Aktivitäten bis zu Gitarrenschnupperkursen und dem Zusammenspiel einer Rockband. Unternehmungslustige zieht es vielleicht hinaus zu einer Runde Capture the Flag, dem bekannten Geländespiel. Billard, Kicker, Disco, Mitternachtsandacht, Rollenspiel und Film runden das Programm ab, das bei entsprechender Kondition erst am nächsten Morgen endet.

Interessierte ab 13 Jahre können jederzeit kommen und problemlos ins Programm einsteigen. Wer im Haus der offenen Tür übernachten will, bringe bitte Schlafsack und Luftmatratze mit. Ein Versorgungsteam bietet Essen und Trinken zu sehr günstigen Preisen an. Natürlich gibt es keinen Alkohol.

Eine ausführlichere Programmbeschreibung erscheint Anfang März und kann im Internet unter www.ammerland.ejo.de heruntergeladen oder beim Ev. Kreisjugenddienst unter der Telefonnummer 04405-989876 angefordert werden.

 

„Vierstimmig krieg ich allein nicht hin“

Schon in der Bibel ist von Posaunen und Trompeten die Rede – darum gehört zu einer lebendigen Gemeinde immer auch ein Posaunenchor. Davon sind die Bläserinnen und Bläser überzeugt, die regelmäßig unter der Leitung von Martin Brink im Haus der offenen Tür zusammenkommen. „Bläsermusik ist Teil der Verkündigung“, sagt der 45-Jährige aus Wüsting, der vor drei Jahren die Leitung des Chores übernommen hat.

Mitglieder des Posaunenchores

Das gemeinsame Musizieren und die gute Gemeinschaft stehen für die Mitglieder im Vordergrund. „Wir sind eine bunte Mischung von Jüngeren und Älteren, und alle werden so angenommen, wie sie sind“, stellt Hans Dreesmann fest, und Susanne Dorka ergänzt: „Wir haben Spaß miteinander, wir können uns aufeinander verlassen“. Dass der Posaunenchor generationenübergreifend funktioniert, ist auch Martin Brink wichtig. Derzeit sind Musiker zwischen 17 und 70 Jahren dabei.

Ein Blasinstrument haben viele schon als Jugendliche erlernt. Einige sind aber auch Späteinsteiger, wie etwa Stefan Cohnen, der durch seine Frau zum Posaunenchor gekommen ist. Hans-Gerd Bloy, der dem Chor mit der Tuba das Fundament gibt, hat sogar erst im Alter von 60 Jahren mit der Bläserei angefangen.

Während der Probe

Interessierte können in Ruhe ausprobieren, ob es überhaupt klappt mit Trompete, Posaune oder Tenorhorn, denn das Instrument wird von der Gemeinde gestellt. „Das Spielen ist viel einfacher, als ich gedacht hatte“, ermutigt Sonja Behme. Sie selbst ist seit einem Jahr dabei. „Anfänger müssen nichts mitbringen“, sagt der Chorleiter, der sich über weiteren Bläsernachwuchs jeden Alters freuen würde. „Nur gute Laune, ein bisschen Zeit und die Bereitschaft zu üben.“ Der Unterricht ist kostenlos.

Um die Gemeinschaft zu fördern, fahren die Bläser jedes Jahr auf eine Wochenendfreizeit. Der Chor will auch in Zukunft hin und wieder mit anderen Chören gemeinsam musizieren. Die Begleitung der Gedenkfeiern am Volkstrauertag zusammen mit dem Posaunenchor der Ev.-Methodistischen Kirchengemeinde in Edewecht ist z.B. seit Jahren gute Praxis. Besonders wichtig ist es dem Leiter aber, regelmäßig im Gottesdienst mitzuwirken.

„Ich mag den Klang der Blasinstrumente sehr, und ich spiele gern im Gottesdienst“, beschreibt Kerstin Cohnen die Faszination, die von dieser Musik ausgeht, und Susanne Dorka sagt lächelnd: „Vierstimmig zu spielen kriege ich allein zuhause nicht hin!“

Neue Bläser und Bläserinnen gesucht

Der Posaunenchor probt regelmäßig montags um 18.30 Uhr im Haus der offenen Tür in Edewecht; die Anfänger und Anfängerinnen beginnen um 17.45 Uhr. Wer ein Instrument neu erlernen oder wieder einsteigen möchte, kann zu den Probenterminen kommen oder sich mit Chorleiter Martin Brink in Verbindung setzen (Telefon 04484-920372)

(Uwe Martens)

Trauerhalle wird gebaut

Die Verantwortung der Ev.-Luth Kirchengemeinde für das Bestattungswesen mit Friedhöfen und Leichenhallen ist ein Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Diese ist der Edewechter Kirchengemeinde historisch zugewachsen, wie in ländlichen Strukturen üblich. Das hat sich über Jahrhunderte so entwickelt und ist auch heute ein tragfähiges Modell. Dazu gehört neben der Erfüllung von Verwaltungs- und gärtnerischen Friedhofsaufgaben auch die Verfügbarkeit von Leichenhallen, einschließlich deren technische Einsatzbereitschaft und ununterbrochene Nutzbarkeit.

Gerade diese Eigenschaften sind seit vielen Jahren bei der Edewechter Leichenhalle nicht mehr vollständig gegeben, bzw. ihre Aufrechterhaltung mit sehr hohen Kosten verbunden. Und der Andachtsraum deckt den steigenden Bedarf nicht mehr. Trauerfamilien und Trauergäste erwarten heute mehr. Die seit einigen Jahren zurückgehende Nutzungshäufigkeit war gewissermaßen eine Abstimmung mit den Füßen. Nicht nur die Weiterentwicklung der Abschiedskultur, sondern auch gesetzliche Auflagen und die demografische Entwicklung waren ausschlaggebend für die Entscheidung zum Neubau. Die sehr kostspielige Renovierung des alten Bestandes schied deshalb als Lösung aus.

Mit einem vergrößerten Andachtsraum wird der Nutzungszweck gegenüber einer Leichenhalle früherer Vorstellungen deutlich erweitert. Die neue Bezeichnung „Trauerhalle“ wird dem gerecht, unbeschadet der gleichzeitigen Erfüllung aller Auflagen für das gesetzlich Vorgeschriebene (Lüftung, Kühlung, umfangreiche hygienische Anforderungen und Sicherung). Aus der abgedruckten Skizze des Grundrisses ist ersichtlich, welcher Aufwand dafür nötig ist. Die Erfahrungen mit vielen Trauerfamilien zeigen, wie wichtig der dort vorgesehene Abschiedsraum geworden ist.

Bei den Vorüberlegungen spielte die Finanzierung eine bedeutende Rolle. Die Kirchengemeinde führt für die Friedhofsangelegenheiten einen in sich geschlossenen Gebührenhaushalt, der sich aus den Gebühren vollständig selbst tragen muss. Die erwirtschaftete Rücklage ist für Renovierungen, größere Anschaffungen für den Maschinenpark und für Neuerschließungen und Einrichten von Anlagen (z.B. des in Planung befindlichen pflegeleichten Urnengräberfeldes) unabdingbar. Die dort verfügbaren Mittel decken aber die erwarteten Gesamtkosten für dieses Vorhaben nicht. Die Trauerhalle ist mit 400.000 Eur veranschlagt. Auf Antrag des Gemeindekirchenrates hat die Gemeinde Edewecht einen Zuschuss in Höhe von 100.000 Eur zugesagt. Der Rest wird durch ein internes Darlehen gedeckt, welches aus den erwarteten Gebühreneinnahmen zurückzuzahlen ist.

 

Inzwischen sind die Vorplanungen abgeschlossen. Ein würdiger Platz ist gefunden worden (zwischen HOT und Ehrenmal), der Gemeindekirchenrat hat sehr ausführlich, oft kontrovers, aber am Ende mit großer Mehrheit entschieden. Die Finanzierung ist unter Dach und Fach und das kirchenaufsichtliche Genehmigungsverfahren bei der Ev. Kirche in Oldenburg / unserer Landeskirche ist ebenfalls abgeschlossen. Am 07. Februar sind die Pläne des Architekten J. Helmerichs dem Bauausschuss des Rates der Gemeinde Edewecht vorgestellt worden. Und ganz wichtig: die Öffentlichkeit war jederzeit hergestellt durch die Einladungen zu den Gemeindekirchenratssitzungen und durch ausführliche Berichterstattung in der Nordwest Zeitung. Nächste Schritte werden sein: Beantragung der Baugenehmigung  und die Ausschreibungen.    –    Aus heutiger Sicht streben wir die Fertigstellung für dieses laufende Jahr an.

Die sehr gründlichen Vorberatungen mit allen Beteiligten und Entscheidungsträgern lassen den zügigen Abschluss dieser Planungsphase erwarten. Nächste Schritte werden sein: Beantragung der Baugenehmigung und die Ausschreibungen. Aus heutiger Sicht wird die Fertigstellung noch für dieses Jahr angestrebt. n

Dirk v. Grone

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