Die Kirche und wir!

Kennen Sie das auch? Sie sitzen in der Kirche und schauen sich um. Dabei fallen Ihnen die bunten Bilder an der Decke oder die große Orgel auf. Sie bewundern das Altarbild und fragen sich, was bedeutet das wohl alles?

So geht es den Kindern des Jonathan-Kindergartens auch. In den Gottesdiensten des Kindergartens wird die Gestaltung der Kirche begutachtet und es tauchen viele Fragen auf. Um diesen Fragen Zeit und Raum zu geben, gibt es bei uns seit einigen Jahren ein Kirchenprojekt.

16 Kindergartenkinder fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Edewecht und besuchen die Nikolai- Kirche. Begleitet werden sie von zwei Erzieherinnen und auch ein oder zwei Elternteile sind dabei. In der Kirche angekommen, treffen sich alle in einem Kreis im Altarraum. In einer ruhigen Begrüßungsrunde mit Kerzenlicht und Lied oder Gebet werden wir von Pastorin Dettloff begrüßt, denn auch sie ist bei den Kirchenbesuchen immer dabei.

Dann ist Zeit, die Kirche zu erkunden. In unterschiedlichen Aktionen widmen wir uns dem ganzen Kirchenraum oder einzelnen Besonderheiten. So haben wir in den vergangenen Jahren gelernt, wie die Orgel funktioniert, wir haben uns den Glockenturm von innen angeschaut und sind hineingeklettert bis zur großen Glocke. Die Fenster der Kirche in Süddorf haben wir bestaunt und die Geschichten zu den einzelnen Bildern gehört, danach haben wir mit verschiedenem Lege-Material unsere eigenen Fenster gestaltet. Einmal kamen Kirchenmäuse zu Besuch und zeigten uns die kleinen Besonderheiten der Kirche. Im letzten Jahr lag ein Schwerpunkt in der Auseinandersetzung mit dem Altarbild, besonders die älteren Kinder hatten viele Fragen und wollten alles ganz genau wissen.

Auch für dieses Kindergartenjahr haben Pastorin Dettloff und ich ein buntes Programm zusammengestellt. Ein Schwerpunkt wird in diesem Jahr auf dem Thema Licht liegen:

  • Wofür brauchen wir Licht?
  • Was ist das Licht des Lebens?
  • Wie bringen wir Licht zu den anderen Menschen?

Mit den neuen Kindergartenkindern bleibt aber auch genug Zeit, sich die Kirche in Ruhe anzuschauen. Im Dezember werden wir die Kirche im Halbdunkeln mit Taschenlampen erkunden und sind schon gespannt, was wir da so alles entdecken.

Aber nicht nur zu den Kirchenbesuchen sind wir in der Kirche, regelmäßig feiern wir mit den Kindergartenkindern Gottesdienste zu den Festen des Kirchenjahres. Gerade hat uns die Maus Frederick im Erntedankgottesdienst gezeigt, was sie alles für den Winter geerntet hat. Und jetzt freuen wir uns schon auf den Tauferinnerungsgottesdienst in der Kapelle in Westerscheps, für den die Kinder einen Chor bilden werden.

Anja Bredehorn


„Ich wünsche mir noch mehr Lebendigkeit“

Leitet den Gospelchor: Jeannine Dietze

Jeannine Dietze, 32 Jahre, ist aufgewachsen in der Mark Brandenburg, sie ist verheiratet, hat zwei Kinder von 7 Jahren und von 15 Monaten, von Beruf ist sie Gymnasiallehrerin für Musik und Biologie, derzeit nicht berufstätig.

Kark un Lüe: Im Mai 2010 haben Sie den Gospelchor übernommen. Was reizt Sie an der Leitung?

Jeaninne Dietze: Kirche und Musik gehören für mich schon immer zusammen. Ich bin froh, wie durch die Gospelchor-Arbeit Glaube und Musik zu einer Einheit verschmelzen. Ich mag das swingig-jazzige Genre. Die Arbeit mit der Stimme ist faszinierend und immer wieder neu. Ich habe im Laufe des Studiums und Referendariats oft Gelegenheit gehabt, mit Musikgruppen verschiedenster Stile zu arbeiten.

Es fing während meiner Schulzeit mit einem Flötenkreis an, später leitete ich ein Schulorchester, arbeitete mit einem Schulchor, einer Band und einer Bläserklasse und begleitete ein Musicalprojekt. Dies ist der erste Gospelchor den ich leite. Aber musikalische Leitung hat schon eine längere Vorgeschichte bei mir.

Wie würden Sie die St.–Nick-Gospel-Singers charakterisieren?

Der Chor hat ein vielfältiges Repertoire, an das ich anknüpfen möchte. Neben Gospels möchte ich auch Spirituals, afrikanische Stücke und andere moderne geistliche Lieder einüben. Die gute Gemeinschaft ist für mich eine wirkliche Bereicherung. Jeder ist für jeden da. Da ist ganz viel Hifsbereitschaft und Güte untereinander.

Wie sind die Stimmen besetzt?

Wir suchen immer wieder Sängerinnen und Sänger. Besonders Bässe und Tenöre werden gebraucht. Interessierte sind herzlich bei unseren Proben jeden Mittwoch ab 19:30 Uhr im Haus der offenen Tür willkommen.

Sie wohnen seit einem guten Jahr mit Ihrer Familie in Edewecht. Wie gefällt es Ihnen hier?

Es gefällt mir gut: Im Ort gibt es einen persönlichen Umgang miteinander und man kennt sich. Als Neu-Zugezogene erleichterte mir die Offenheit der Menschen das innere Ankommen.

Was war Ihr schönstes Erlebnis in der Kirche?

Die musikalische Ausgestaltung einer Hochzeit von Freunden.

Was würden Sie sich wünschen, wenn Sie etwas in der Kirche ändern könnten?

Ich wünsche mir noch mehr Lebendigkeit, Begegnung und Zeitbezogenheit im Gemeindeleben und das nicht nur in der Musik.

Was bedeutet Gott für Sie?

Gott ist für mich in allen Dingen in der Schöpfung, zum Beispiel im Lachen eines Babys. Da ist die Kraft zu spüren, wie er alles geschaffen hat. Gott ist für mich auch in der Phantasie. Alles was gut ist und was der Mensch nicht selbst geschaffen hat auf der Welt – das muss einfach von Gott kommen.

Das Gespräch führte Pastor Udo Dreyer.


„Miteinander teilen“

Einen Gottesdienst zum Weltkindertag feierte der Kindergarten Unterm Brückenbogen in Jeddeloh II im September. Der Gottesdienst in der Süddorfer Martin-Luther-Kirche, an dem auch Eltern und Großeltern teilnahmen, stand unter dem Thema „Zusammen leben und miteinander teilen“. Musikalisch begleitet wurde er von Ralf Behrens und Ina Oetting.

Die Besucher sahen ein Handpuppentheater, das von Kinderarmut in Deutschland erzählte. Kinder der Außengruppe Husbäke hatten sich im Vorfeld mit dem Thema beschäftigt und brachten ihre Gedanken zu der Frage ein, was Kinder zum Glücklichsein brauchen und wofür sie Gott danken. „Jeder soll einen guten Freund haben“, hieß es da, und „jemanden, der auf ihn aufpasst“.

Zum Abschluss des Gottesdienstes aßen alle gemeinsam Brot in der Kirche und erlebten so auf sehr anschauliche Art: Wenn jeder etwas hat, dann werden alle satt!

Der Bücherkeller sagt Danke

Endlich hat die Zusammenstellung verschiedener Schränke ein Ende. In den Sommerferien hat der Bücherkeller ein neues Schrankelement bekommen. Wir haben nicht nur mehr Staumöglichkeiten, sondern der Raum zeigt sich vor allem optisch in einem neuen einheitlichen Bild. Finanziert wurde die Wand mit „Ihrer“ Gemeindekirchenspende 2008.

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