St.-Nick-Gospel-Singers on Tour

Übungswochenende in der Jugendherberge

Wir waren richtig runter gekommen. Nach einigen wirren Monaten war der einst so stolze Gospelchor der Evangelischen Kirchengemeinde Edewecht fast am Ende. Die eiserne Gruppe war klein geworden und hatte sich vorgenommen, die bittere Zeit durchzustehen, zuletzt auch ohne Chorleiter.

Seit Mai des letzten Jahres haben wir – welch ein Glück – einen Neuen. Der Neue ist eine Frau, und was für eine! Jeannine Dietze ist unser Sechser in der Lotterie der Chorleiter. Wegen ihrer Mutterrolle ist ihr die Schule abhanden gekommen, aber an jedem Mittwoch hat sie jetzt uns, und zwar in Klassenstärke. Die Übungsabende machen wieder Spaß, die Stimmung im Chor ist wieder gut. Wir alle haben ein gutes Gefühl, einige alte Chormitglieder sind wieder gekommen, viele Neue sind dabei.

Für ein sehr intensives Übungswochenende im März ist der Chor in die Jugendherberge nach Leer gefahren. Gut versorgt vom Personal ging es abends in die erste Probe. Zuerst haben wir uns mit kleinen Übungen und Zungenbrechern warm gesungen. Auf unserem Programm standen diverse schon einstudierte Stücke. Außerdem hatten wir uns vorgenommen, vier neue afrikanische Gospel zu erlernen.

Am nächsten Morgen ging es mit einer nach Geschlechtern getrennten Stimmprobe weiter. Dann haben wir fünf Gruppen gebildet, um für das geplante Konzert Textbeiträge oder Pantomimen zu erarbeiten, die zwischen den Liedern vorgetragen werden sollten. Jedes Chormitglied hatte eine Aufgabe, jeder sollte etwas dazu beitragen. Es ist schon erstaunlich, was einem da in den Sinn kommt.

Die Sänger und Sängerinnen bei der "Arbeit"

Nach der Mittagepause arbeiteten wir am Thema Ausdruck und Wirkung. Dazu bildete der Chor zwei Gruppen. Jede Gruppe sang der anderen in Choraufstellung etwas vor. Die „Zuhörer“ sahen ihr Spiegelbild singen, und es wurde uns klar, was jeder an seinem Ausdruck verbessern musste.Abends konnten wir uns wieder locker machen bei einem Trommelworkshop mit Komi Amefiohoun. Der Musiker kam mit 17 Trommeln. Die zu schlagen war genauso schwer wie seinen Namen auszusprechen. Er hat uns mit viel Freude den Rhythmus und das Popowackeln beigebracht. Es war ein schönes gemeinsames Erlebnis voller Fröhlichkeit und Konzentration.

Am Samstag Vormittag haben dann die Gruppen ihre Textbeiträge und Pantomimen vorgestellt. Es war beeindruckend und erstaunlich, was jede Gruppe erarbeitet hatte. So gut vorbereitet konnten wir beruhigt in unser geplantes Konzert gehen.

Der Chor ist wieder da, und das haben wir unserer neuen Chorleiterin zu verdanken. Sie hat es in mühevoller Arbeit geschafft, dass wir uns auf jeden Mittwochabend freuen. Neue Mitglieder sind uns jederzeit herzlich willkommen.

Gerd van Düllen

Neues pflegeleichtes Urnengräberfeld

Das Bedürfnis nach würdiger Bestattung, ohne die Angehörigen mit der Grabpflege zu belasten, wächst. Da für christliche Kirchen als Friedhofsträger die sog. anonyme Beisetzung nicht in Frage kommt, werden immer häufiger „pflegeleichte Gräberfelder“ angeboten. Pflegeleichte Gräberfelder erfüllen den Hauptzweck, der hinter Fragen nach anonymer Beisetzung steht: sie werden über die gesamte Ruhezeit komplett von der Friedhofsverwaltung gepflegt; zugleich wird die volle Anonymität dadurch vermieden, dass die Namen der Beigesetzten an einem zentralen Trauerort auf dem betreffenden Gräberfeld aufgelistet sind (z.B. auf einer Stele).

In dieser Sache hat sich der Gemeindekirchenrat vom Beauftragten für Friedhofsangelegenheiten der Zentralen Kirchenverwaltung Oldenburg, Pastor i.R. Dierken, beraten lassen und hat beispielhafte Lösungen auf Friedhöfen im Ammerland und in Oldenburg besichtigt. Die Federführung hatte der Vorsitzende des Friedhofsausschusses Michael Gloede. Ihm ist zu verdanken, dass dieses Projekt vorangetrieben worden ist und seit dem 1. Mai auf dem Eschfriedhof das erste pflegeleichte Gräberfeld in Betrieb genommen werden konnte. Dazu ist der auf dem Eschfriedhof gewählte Platz durch Pflasterung, Einfriedung und Aufstellen einer ersten Stele aufwendig hergerichtet worden. Die ersten Urnenbeisetzungen haben bereits stattgefunden.

Zugleich trat die überarbeitete Friedhofssatzung in Kraft. In dem neuen Paragraf 14 werden Einzelheiten geregelt:

§ 14 Pflegeleichte Urnengemeinschaftsgräber im Rasenfeld:

(1) Urnengemeinschaftsgräber sind Grabstätten mit einem eingeschränkten Nutzungsrecht, die der Reihe nach belegt und erst im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit zur Beisetzung abgegeben werden. Sie werden nicht einzeln gekennzeichnet (Urnengemeinschaftsgrab) und dienen auch nicht der individuellen Gestaltung.

(2) Mit dem Erwerb des eingeschränkten Nutzungsrechtes ist die Namensaufführung des Verstorbenen (Vorname, Name und Sterbejahr) in der dafür vorgesehenen Namensstele verbunden.

(3) Die Pflege der Gemeinschaftsgrabanlage obliegt dem Friedhofsträger. Blumenschmuck oder Trauerkränze dürfen nur an der Namensstele abgelegt werden. Ausgedienter Grabschmuck wird in regelmäßigen Abständen vom Friedhofsträger entfernt.

Gleichzeitig wurden die Urnenbeisetzungsmöglichkeiten durch je ein neues Urnenfeld für Wahlgräber in Edewecht (neuer Friedhof) und in Süddorf erweitert.

Mit diesen Erweiterungen hat die Kirchengemeinde als Träger der Friedhöfe in Edewecht, Süddorf und Westerscheps einen weiteren Schritt für die würdige Totenruhe getan.

(Dirk v. Grone)

24 hours? Yes, we can!

24 Stunden lang wollte die Evangelische Jugend zeigen, was in ihr steckt – mit einem Nonstop-Angebot an Spielen, Kreativem, Musik, sportlichen Angeboten, einer Mitternachtsandacht und weiteren Aktionen. Dazu waren Jugendliche ab 13 ins Haus der offenen Tür eingeladen. Die intensive Vorbereitung hat sich gelohnt: Tatsächlich kamen rund um die Uhr viele Jugendliche und ließen sich anstecken von der Ideenvielfalt und der guten Stimmung. Wer wollte, konnte mit Schlafsack und Luftmatratze im Haus der offenen Tür auch übernachten – aber es war für alle Beteiligten eher eine kurze Nacht. Extra für diese Veranstaltung waren auch Vertreter der Jugendarbeit aus der Kirchengemeinde Bad Gandersheim angereist, zu der seit vielen Jahren ein enger Kontakt besteht. Auch Bürgermeisterin Petra Lausch besuchte die Veranstaltung und informierte sich über die Aktivitäten der Evangelischen Jugend.

„Die ‚24 Stunden’ waren ein voller Erfolg“, so das Fazit des Organisationsteams und der Mitwirkenden, müde, aber sehr zufrieden zum Schluss des Events. „Wir konnten zeigen, wie vielfältig wir sind und wie viel Spaß es bringt, sich gemeinsam mit anderen in der Evangelischen Jugend zu engagieren. Etwas Ähnliches werden wir sicher wiederholen!“

Bilder: Uwe Martens

 

Eine Brücke für Afrika

175 Jahre Norddeutsche Mission

„Mission? Im Jahr 2011? Was soll das denn – und überhaupt, die Missionare haben den Einheimischen damals ihre kulturelle Identität geraubt und sie unglücklich gemacht.“ So oder ähnlich reagieren viele Menschen, wenn ihnen klar wird, dass auch unsere Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg Partnerkirche eines Missionswerkes ist – der Norddeutschen Mission (NM).

Selbstverständlich haben sie mit ihrem Einwand Recht, aber wie immer im Leben ist das nur ein Aspekt einer sehr komplexen Angelegenheit. Der mangelnde Respekt vor der jeweils anderen Kultur und die vermeintliche Überlegenheit alles „Weißen“ stehen dem Ziel von Bildung und Entwicklung für alle gegenüber. In der Geschichte der meisten Missionswerke gab es einerseits Zwangsbekehrungen, andererseits aber auch immer den Aufbau von Schulen, Hochschulen, Krankenstationen und Infrastruktur.

Im Geburtstagsjahr 2011 blickt die Norddeutschen Mission, der gleichberechtigt vier deutsche und zwei afrikanische Kirchen angehören, natürlich auch auf ihre Vergangenheit. Ebenso wichtig oder wichtiger sind aber die Probleme der Gegenwart und der Zukunft angesichts einer globalisierten Welt.

Die „Brücke“ nach Afrika ist längst keine Einbahnstraße mehr, die Verkündigung des Evangeliums und die Konsequenzen daraus sind die zentrale gemeinsame Aufgabe aller Partnerkirchen.

In einem Infoblatt der Norddeutschen Mission findet sich der Satz: „Als Glaubende verstehen wir weltweite Ungerechtigkeit, Leiden und Not von Menschen nicht als unabwendbares Schicksal. Die Liebe und die Kraft Gottes setzt uns – Menschen in Nord und Süd – in die Lage, uns gegenseitig zu helfen, Leben zu gestalten und für Freiheit, Menschenwürde und die Erhaltung der Schöpfung einzustehen.“

Aufgabenbereiche der Norddeutschen Mission sind u.a. die Unterstützung von Selbsthilfeprojekten, der Aufbau nachhaltiger Entwicklungsprojekte in der Landwirtschaft, die Förderung interkultureller Begegnungen, der Kampf gegen Kinderhandel und Kinderarbeit in Westafrika, Aids-Aufklärung, Gesundheitsfürsorge, Aufklärung über das Recht auf Ernährung und sauberes Wasser, Arbeit an den Themen Welthandel und Weltwirtschaft.

Das Programm zum Jubiläumsjahr ist bunt und umfangreich! Ob Kino, Musik, Märchenlesung oder Vortrag: Bitte informieren Sie sich am „schwarzen Brett“ im HOT oder telefonisch bei Imke Martens, Tel. 04405-4777. Informationen über die NM gibt es auch im Internet unter www.norddeutschemission.de.

Imke Martens

Aktion Segensreich – Kirchenführer gewinnt 3. Platz

Schon einige Male konnten wir an dieser Stelle von der religionspädagogischen Arbeit in unserem Kindergarten berichten. Einen besonderen Stellenwert haben dabei die regelmäßigen Kirchenbesuche, bei denen wir die unterschiedlichen Kirchen und Kapellen kennen lernen konnten. Dabei haben die Kinder die Gebäude auf viele Arten erforscht und viel Neues gelernt und erfahren. In den Jahren wurden sehr viele spannende und wissenswerte Details und Fakten zusammengetragen. Die Eltern, die uns begleitet haben, äußerten häufig, dass auch sie jedes Mal etwas Neues gelernt hätten.

Schließlich entstand die Idee, alles in einem Kirchenführer zusammen zu tragen. In Zusammenarbeit mit Pastorin Dettloff entstand ein umfangreicher Themenkatalog rund um die Sankt Nikolai-Kirche. Fragen, die die Kinder gestellt haben, oder Themen, die sich aus dem Jahreskreis oder der Kirchengeschichte ergeben haben, finden nun einen Platz und eine Antwort in unserem Kirchenführer. Mittlerweile steht er vor der letzten Überarbeitung, bevor er in Druck gehen kann.

Große Freude bei den Kindern in Osterscheps

Mit einem vorläufigen Exemplar des Kirchenführers haben wir uns bei der Ausschreibung „Segensreich – unterwegs ins Leben“ vom Ev.-Luth. Kirchenkreis Ammerland beworben. Die Auszeichnung wird an Einrichtungen und Projekte verliehen, die in besonderer Weise dem Wohl des Kindes dienen und dem christlichen Menschenbild verpflichtet sind. In diesem Jahr wurde der Preis zum ersten Mal vergeben. 16 Einrichtungen und Projekte haben ihre Bewerbung eingereicht. Der erste Preis wurde in diesem Jahr an ein Projekt aus der Kirchengemeinde Elisabethfehn verliehen. Herzlichen Glückwunsch! Unser Kirchenführer wurde mit einem dritten Platz und einem Preisgeld von 100,- Euro belohnt. Darüber haben wir uns sehr gefreut.

Sind Sie neugierig auf unseren Kirchenführer geworden? Dann können Sie ihn in den nächsten Wochen in der Sankt Nikolai-Kirche erwerben. Vielleicht erfahren ja auch Sie noch Sachen über ihre Kirche vor Ort, die für Sie ganz neu sind.

Anja Bredehorn

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