Neues pflegeleichtes Urnengräberfeld

Das Bedürfnis nach würdiger Bestattung, ohne die Angehörigen mit der Grabpflege zu belasten, wächst. Da für christliche Kirchen als Friedhofsträger die sog. anonyme Beisetzung nicht in Frage kommt, werden immer häufiger „pflegeleichte Gräberfelder“ angeboten. Pflegeleichte Gräberfelder erfüllen den Hauptzweck, der hinter Fragen nach anonymer Beisetzung steht: sie werden über die gesamte Ruhezeit komplett von der Friedhofsverwaltung gepflegt; zugleich wird die volle Anonymität dadurch vermieden, dass die Namen der Beigesetzten an einem zentralen Trauerort auf dem betreffenden Gräberfeld aufgelistet sind (z.B. auf einer Stele).

In dieser Sache hat sich der Gemeindekirchenrat vom Beauftragten für Friedhofsangelegenheiten der Zentralen Kirchenverwaltung Oldenburg, Pastor i.R. Dierken, beraten lassen und hat beispielhafte Lösungen auf Friedhöfen im Ammerland und in Oldenburg besichtigt. Die Federführung hatte der Vorsitzende des Friedhofsausschusses Michael Gloede. Ihm ist zu verdanken, dass dieses Projekt vorangetrieben worden ist und seit dem 1. Mai auf dem Eschfriedhof das erste pflegeleichte Gräberfeld in Betrieb genommen werden konnte. Dazu ist der auf dem Eschfriedhof gewählte Platz durch Pflasterung, Einfriedung und Aufstellen einer ersten Stele aufwendig hergerichtet worden. Die ersten Urnenbeisetzungen haben bereits stattgefunden.

Zugleich trat die überarbeitete Friedhofssatzung in Kraft. In dem neuen Paragraf 14 werden Einzelheiten geregelt:

§ 14 Pflegeleichte Urnengemeinschaftsgräber im Rasenfeld:

(1) Urnengemeinschaftsgräber sind Grabstätten mit einem eingeschränkten Nutzungsrecht, die der Reihe nach belegt und erst im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit zur Beisetzung abgegeben werden. Sie werden nicht einzeln gekennzeichnet (Urnengemeinschaftsgrab) und dienen auch nicht der individuellen Gestaltung.

(2) Mit dem Erwerb des eingeschränkten Nutzungsrechtes ist die Namensaufführung des Verstorbenen (Vorname, Name und Sterbejahr) in der dafür vorgesehenen Namensstele verbunden.

(3) Die Pflege der Gemeinschaftsgrabanlage obliegt dem Friedhofsträger. Blumenschmuck oder Trauerkränze dürfen nur an der Namensstele abgelegt werden. Ausgedienter Grabschmuck wird in regelmäßigen Abständen vom Friedhofsträger entfernt.

Gleichzeitig wurden die Urnenbeisetzungsmöglichkeiten durch je ein neues Urnenfeld für Wahlgräber in Edewecht (neuer Friedhof) und in Süddorf erweitert.

Mit diesen Erweiterungen hat die Kirchengemeinde als Träger der Friedhöfe in Edewecht, Süddorf und Westerscheps einen weiteren Schritt für die würdige Totenruhe getan.

(Dirk v. Grone)

24 hours? Yes, we can!

24 Stunden lang wollte die Evangelische Jugend zeigen, was in ihr steckt – mit einem Nonstop-Angebot an Spielen, Kreativem, Musik, sportlichen Angeboten, einer Mitternachtsandacht und weiteren Aktionen. Dazu waren Jugendliche ab 13 ins Haus der offenen Tür eingeladen. Die intensive Vorbereitung hat sich gelohnt: Tatsächlich kamen rund um die Uhr viele Jugendliche und ließen sich anstecken von der Ideenvielfalt und der guten Stimmung. Wer wollte, konnte mit Schlafsack und Luftmatratze im Haus der offenen Tür auch übernachten – aber es war für alle Beteiligten eher eine kurze Nacht. Extra für diese Veranstaltung waren auch Vertreter der Jugendarbeit aus der Kirchengemeinde Bad Gandersheim angereist, zu der seit vielen Jahren ein enger Kontakt besteht. Auch Bürgermeisterin Petra Lausch besuchte die Veranstaltung und informierte sich über die Aktivitäten der Evangelischen Jugend.

„Die ‚24 Stunden’ waren ein voller Erfolg“, so das Fazit des Organisationsteams und der Mitwirkenden, müde, aber sehr zufrieden zum Schluss des Events. „Wir konnten zeigen, wie vielfältig wir sind und wie viel Spaß es bringt, sich gemeinsam mit anderen in der Evangelischen Jugend zu engagieren. Etwas Ähnliches werden wir sicher wiederholen!“

Bilder: Uwe Martens

 

Eine Brücke für Afrika

175 Jahre Norddeutsche Mission

„Mission? Im Jahr 2011? Was soll das denn – und überhaupt, die Missionare haben den Einheimischen damals ihre kulturelle Identität geraubt und sie unglücklich gemacht.“ So oder ähnlich reagieren viele Menschen, wenn ihnen klar wird, dass auch unsere Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg Partnerkirche eines Missionswerkes ist – der Norddeutschen Mission (NM).

Selbstverständlich haben sie mit ihrem Einwand Recht, aber wie immer im Leben ist das nur ein Aspekt einer sehr komplexen Angelegenheit. Der mangelnde Respekt vor der jeweils anderen Kultur und die vermeintliche Überlegenheit alles „Weißen“ stehen dem Ziel von Bildung und Entwicklung für alle gegenüber. In der Geschichte der meisten Missionswerke gab es einerseits Zwangsbekehrungen, andererseits aber auch immer den Aufbau von Schulen, Hochschulen, Krankenstationen und Infrastruktur.

Im Geburtstagsjahr 2011 blickt die Norddeutschen Mission, der gleichberechtigt vier deutsche und zwei afrikanische Kirchen angehören, natürlich auch auf ihre Vergangenheit. Ebenso wichtig oder wichtiger sind aber die Probleme der Gegenwart und der Zukunft angesichts einer globalisierten Welt.

Die „Brücke“ nach Afrika ist längst keine Einbahnstraße mehr, die Verkündigung des Evangeliums und die Konsequenzen daraus sind die zentrale gemeinsame Aufgabe aller Partnerkirchen.

In einem Infoblatt der Norddeutschen Mission findet sich der Satz: „Als Glaubende verstehen wir weltweite Ungerechtigkeit, Leiden und Not von Menschen nicht als unabwendbares Schicksal. Die Liebe und die Kraft Gottes setzt uns – Menschen in Nord und Süd – in die Lage, uns gegenseitig zu helfen, Leben zu gestalten und für Freiheit, Menschenwürde und die Erhaltung der Schöpfung einzustehen.“

Aufgabenbereiche der Norddeutschen Mission sind u.a. die Unterstützung von Selbsthilfeprojekten, der Aufbau nachhaltiger Entwicklungsprojekte in der Landwirtschaft, die Förderung interkultureller Begegnungen, der Kampf gegen Kinderhandel und Kinderarbeit in Westafrika, Aids-Aufklärung, Gesundheitsfürsorge, Aufklärung über das Recht auf Ernährung und sauberes Wasser, Arbeit an den Themen Welthandel und Weltwirtschaft.

Das Programm zum Jubiläumsjahr ist bunt und umfangreich! Ob Kino, Musik, Märchenlesung oder Vortrag: Bitte informieren Sie sich am „schwarzen Brett“ im HOT oder telefonisch bei Imke Martens, Tel. 04405-4777. Informationen über die NM gibt es auch im Internet unter www.norddeutschemission.de.

Imke Martens

Aktion Segensreich – Kirchenführer gewinnt 3. Platz

Schon einige Male konnten wir an dieser Stelle von der religionspädagogischen Arbeit in unserem Kindergarten berichten. Einen besonderen Stellenwert haben dabei die regelmäßigen Kirchenbesuche, bei denen wir die unterschiedlichen Kirchen und Kapellen kennen lernen konnten. Dabei haben die Kinder die Gebäude auf viele Arten erforscht und viel Neues gelernt und erfahren. In den Jahren wurden sehr viele spannende und wissenswerte Details und Fakten zusammengetragen. Die Eltern, die uns begleitet haben, äußerten häufig, dass auch sie jedes Mal etwas Neues gelernt hätten.

Schließlich entstand die Idee, alles in einem Kirchenführer zusammen zu tragen. In Zusammenarbeit mit Pastorin Dettloff entstand ein umfangreicher Themenkatalog rund um die Sankt Nikolai-Kirche. Fragen, die die Kinder gestellt haben, oder Themen, die sich aus dem Jahreskreis oder der Kirchengeschichte ergeben haben, finden nun einen Platz und eine Antwort in unserem Kirchenführer. Mittlerweile steht er vor der letzten Überarbeitung, bevor er in Druck gehen kann.

Große Freude bei den Kindern in Osterscheps

Mit einem vorläufigen Exemplar des Kirchenführers haben wir uns bei der Ausschreibung „Segensreich – unterwegs ins Leben“ vom Ev.-Luth. Kirchenkreis Ammerland beworben. Die Auszeichnung wird an Einrichtungen und Projekte verliehen, die in besonderer Weise dem Wohl des Kindes dienen und dem christlichen Menschenbild verpflichtet sind. In diesem Jahr wurde der Preis zum ersten Mal vergeben. 16 Einrichtungen und Projekte haben ihre Bewerbung eingereicht. Der erste Preis wurde in diesem Jahr an ein Projekt aus der Kirchengemeinde Elisabethfehn verliehen. Herzlichen Glückwunsch! Unser Kirchenführer wurde mit einem dritten Platz und einem Preisgeld von 100,- Euro belohnt. Darüber haben wir uns sehr gefreut.

Sind Sie neugierig auf unseren Kirchenführer geworden? Dann können Sie ihn in den nächsten Wochen in der Sankt Nikolai-Kirche erwerben. Vielleicht erfahren ja auch Sie noch Sachen über ihre Kirche vor Ort, die für Sie ganz neu sind.

Anja Bredehorn

Unsere Kirche im Jahr 2030

Kleingruppenarbeit der Synodalen

Kreissynode bereitet Zukunftskongress vor

Am Samstag, den 26. März kamen die rund 60 Kreissynodalen des Ev.-Luth. Kirchenkreises Ammerland unter der Leitung von Kreispfarrer Dede zu einer besonders gestalteten Synode zusammen.

An diesem Tag sollte es nicht um Haushaltspläne und verwaltungstechnische Tagesordnungspunkte gehen. Es ging vielmehr darum, sich über die zukünftige Gestaltung unserer Kirche Gedanken zu machen und darüber ins Gespräch zu kommen.

Dazu waren Jugendliche der Ev. Jugend Ammerland eingeladen. Sie nahmen ihre Chance der Mitarbeit aktiv und selbstbewusst wahr und brachten ihre Gedanken, Träume und Wünsche zum Thema wunderbar in die vielfältigen Arbeitsgruppen und im Plenum mit ein.

Die Synode begann mit einem Gottesdienst, in dem die Synodalen von Pastor Müller aus Hahn-Lehmden mittels eines Bibliologs in das Thema des Tages eingestimmt wurden.

Nach einer Einführung von Kreispfarrer Dede in die Bedeutung und Wichtigkeit des Zukunftstages und einem Eingangsreferat von Oberkirchenrätin Annette-Christiane Lenk, die sich dem Thema aus biblisch-theologisch Sicht näherte, arbeiteten die Synodalen in Kleingruppen zu den Fragestellungen: „Was ist mir an meiner Kirche wichtig?“ und „Welche Kirche wünsche ich mir?“ Vor dem Mittagessen stellten die Gruppen ihre Ergebnisse im Plenum vor. Hier wurde deutlich, dass die Synodalen sich auch für die Zukunft eine dialogbereite, offene und diakonische Kirche vor Ort wünschen, in der der Mensch im Mittelpunkt steht, wo der Einzelne wahrgenommen, angenommen und begleitet wird.

Nach der Mittagspause standen konkrete Arbeitsfelder wie Gottesdienst, Ehrenamt, Pfarramt, Verwaltung … im Fokus. Zu den einzelnen Feldern gab es jeweils Eingangsreferate von Haupt- und Ehrenamtlichen. Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppen wurden festgehalten und fließen ebenso wie alle anderen Ergebnisse der Ammerländer Synode in den Zukunftskongress, der im nächsten Jahr in Oldenburg stattfinden wird, mit ein. Von hier sollen konkrete Impulse für weitere Entscheidungen der Synode ausgehen. Außerdem werden die Ergebnisse an die Kirchengemeinden und Werke und Einrichtungen des Ammerlandes gehen, damit auch hier an den einzelnen Themen innovativ weiter gearbeitet werden kann.

„Ich freue mich auf den Weg, der vor uns liegt und den wir gemeinsam gestalten werden. Unser Zusammensein heute gibt mir den Mut und die Zuversicht zu sagen: Es ist ein guter und gesegneter Weg!“ Mit diesem Satz fasste der Kreispfarrer Lars Dede den Tag als einen wichtigen Schritt auf dem Weg in die Zukunft zusammen.

Heike Pieper

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