Ammerländer Impulse

Glauben macht Sinn

„So schlecht geht es uns doch gar nicht!“ Diesen Satz höre ich immer wieder von geduldigen Zeitgenossen, die wahrnehmen: anderen geht es viel schlechter. „Hier auf dem Dorf können wir raus, haben genug Platz, hängen nicht in einer kleinen Mietswohnung fest.“

Nachgefragt, kommen dann auch Einschränkungen zu Tage: „Natürlich vermisse ich die Kontakte, bin manchmal einsam und auch verzweifelt… Mal abschalten, wegfahren wäre schon klasse!“ Dieses Jahr ist nicht spurlos an uns vorbei gegangen.

Ich freue mich, wenn ich dankbaren, geduldigen und immer noch optimistischen Menschen begegne. Das ermöglicht dann auch, andere in den Blick zu nehmen, wie es der Monatsspruch für den Mai nahe legt:

Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen! Sprüche 31, 8

Da sind so viele, die gerade aus unseren Blicken gleiten, die nicht gehört werden, still leiden. Ich denke als nur ein Beispiel an Kinder und Jugendliche, für die die Einschränkungen so existentiell sind. Alleine die Frage nach Schulunterricht wird ihren Nöten und Bedürfnissen überhaupt nicht gerecht. Da fehlen die sozialen Kontakte so sehr, Geburtstage bleiben ungefeiert… Was macht das mit ihnen und besonders mit denen in prekären Lebensverhältnissen? Wie andere Menschen auch, Menschen mit Behinderungen sind ein weiteres Beispiel. Verlieren wir die Kinder und Jugendlichen und andere zu sehr aus den Augen?

Als Christ, als Christin mit dem Vertrauen auf Gott im Rücken, kann ich den Schwachen, den Vergessenen in unserer Gesellschaft eine Stimme geben. Als Kirche können wir uns für eben die einsetzen, die keine Lobby haben, nicht gehört werden. Da haben wir eine Aufgabe, die wir nicht von uns schieben können.
Vielleicht können wir die Welt ja doch ein wenig verbessern.

„Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten,
die viele kleine Schritte tun,
können das Gesicht der Welt verändern,
können nur zusammen das Leben bestehn.
Gottes Segen soll sie begleiten,
wenn sie ihre Wege gehn“

Das ist dann nicht nur pflichtbewußte Nächstenliebe. Nein, so kann ich Sinn erfahren, so gewinnt mein Glaube Bedeutung und Gewicht. Für uns als Gemeinschaft, als Kirche, gilt das ebenso: Im Einsatz für die Stummen und Schwachen erfüllen wir unsere ureigentliche Aufgabe. Gott gebe Dir und mir und uns Kraft, Ausdauer und Fantasie dazu!

Pastor Thomas Perzul
Elisabethfehn

 

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10.05. Thomas Perzul (Elisabethfehn) Glauben macht Sinn hier
03.05. Achim Neubauer (Edewecht) Es war sehr gut … hier
26.04. Dr. Urs-Ullrich Muther (Oldenburg) „Jubeln tut gut!“ hier
19.04. Birgit Grohs (Rastede) Ostern ist ein Weg hier
12.04. Friedgard Möllmann (Wiefelstede) Erfahrungen mit Ostern hier
05.04. Marco Folchnandt (Westerstede) #7WochenmitallenSinnen hier
29.03. Daniela Ludewig-Göckler (Petersfehn) „Hinaus aus dem Kreis(en)!“ hier
22.03. Stephan Bohlen (Edewecht) Endlich Frühling! hier
15.03. Michael Kühn (Westerstede) „Im Anfang war das Gefühl“ hier
08.03. Katharina Kroll (Zwischenahn) Atem der Hoffnung hier
01.03. Martina Rambusch-Nowak (Rastede) „Ich wurde Clown um zu leben. Von der heilenden Kraft des Humors.“ hier
22.02. Stephan Bohlen (Edewecht) Wintersonne hier
15.02. Inga Kießling (Fehngemeinden, Apen/Augustfehn) Du stellst meine Füße auf weiten Raum hier
08.02. Regina Dettloff (Edewecht) Gottes Wort – Schlüssel zum guten Leben! hier
01.02. Sabine Karwarth (Westerstede) Kunterbuntes für die Seele hier
25.01. Stephan Bohlen (Edewecht) Eine Weg-Geschichte hier
18.01. . N.A.
11.01. . N.A.
04.01. . N.A.
28.12. . N.A.
24.12. Lars Dede (Kreispfarrer) Der Engel sprach zu den Hirten: Fürchtet euch nicht! hier
21.12. Dorothea Herbst (Apen) Es kommt ein Schiff geladen … hier
14.12. Karina Kuzki (Rastede) Wieso man wartet hier
07.12. Kerstin Grusemann-Wahl (Apen) Auf dem Weg nach Bethlehem hier
30.11. Achim Neubauer (Edewecht) Trimmel, Borowski, Lürsen, Faber & co. hier
23.11. Stephan Bohlen (Edewecht) Loslassen … hier
16.11. Dorothea Herbst (Apen) Wenn das Gespräch abgebrochen ist … hier
09.11. Friedrich Henoch (Rastede) Selig sind, die Frieden stiften … hier
02.11. Kerstin Grusemann-Wahl (Apen) Auf der Durchreise hier
26.10. Lina Kohring (Wiefelstede) Im Museum hier
19.10. Christoph Müller (Rastede) Lieblingsorte hier
12.10. Stephan Bohlen (Edewecht) Helles Leben hier
05.10. Eberhard Geier (Edewecht) Offene Straßenkirche hier
28.09. Markus Kohring (Rastede) Driving home for Christmas – mitten im September hier
21.09. Stephan Bohlen (Edewecht) „Blöde Ziege!“ – „Dumme Gans!“ hier
14.09. Sabine Feuerhake (Reekenfeld) Ein gutes Wort zum Herbst! hier
07.09. Kerstin Falaturi (Zwischenahn) Fehler! hier
31.08. Regina Dettloff (Edewecht) Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen hier
24.08. Lars Dede (Kreispfarrer) Vertrauen und Geduld hier
17.08. Holger de Buhr (Westerstede) Wir haben die Wahl … hier
10.08. Evelyn Nell (Wiefelstede) Mit meinem Gott, kann ich über Mauern springen hier
03.08. Peter Tobiassen (Westerstede) Es passiert nichts – hier
27.07. Marianne Brandt (Rastede) Die Frage nach Gott aus dem Homeoffice hier
20.07. Florian Bortfeldt (Idafehn) Von Gottes Segen auf den Lebenswegen hier
13.07. Stephan Bohlen (Edewecht) Kraft für den Alltag hier
06.07. Stephan Bohlen (Edewecht) So eine Zumutung! – von den Herausforderungen des Miteinanders hier
29.06. Heike-Regine Albrecht (Westerstede) „Lobe den Herrn, meine Kehle!“ hier
22.06. Johannes Maczewski (Regionaljugenddienst) Wer geduldig ist, der ist weise .. hier
15.06. Petra Adomeit (Zwischenahn) Geh aus, mein Herz hier
08.06. Stephan Bohlen (Edewecht) #blacklivesmatter hier