„Vierstimmig krieg ich allein nicht hin“

Schon in der Bibel ist von Posaunen und Trompeten die Rede – darum gehört zu einer lebendigen Gemeinde immer auch ein Posaunenchor. Davon sind die Bläserinnen und Bläser überzeugt, die regelmäßig unter der Leitung von Martin Brink im Haus der offenen Tür zusammenkommen. „Bläsermusik ist Teil der Verkündigung“, sagt der 45-Jährige aus Wüsting, der vor drei Jahren die Leitung des Chores übernommen hat.

Mitglieder des Posaunenchores

Das gemeinsame Musizieren und die gute Gemeinschaft stehen für die Mitglieder im Vordergrund. „Wir sind eine bunte Mischung von Jüngeren und Älteren, und alle werden so angenommen, wie sie sind“, stellt Hans Dreesmann fest, und Susanne Dorka ergänzt: „Wir haben Spaß miteinander, wir können uns aufeinander verlassen“. Dass der Posaunenchor generationenübergreifend funktioniert, ist auch Martin Brink wichtig. Derzeit sind Musiker zwischen 17 und 70 Jahren dabei.

Ein Blasinstrument haben viele schon als Jugendliche erlernt. Einige sind aber auch Späteinsteiger, wie etwa Stefan Cohnen, der durch seine Frau zum Posaunenchor gekommen ist. Hans-Gerd Bloy, der dem Chor mit der Tuba das Fundament gibt, hat sogar erst im Alter von 60 Jahren mit der Bläserei angefangen.

Während der Probe

Interessierte können in Ruhe ausprobieren, ob es überhaupt klappt mit Trompete, Posaune oder Tenorhorn, denn das Instrument wird von der Gemeinde gestellt. „Das Spielen ist viel einfacher, als ich gedacht hatte“, ermutigt Sonja Behme. Sie selbst ist seit einem Jahr dabei. „Anfänger müssen nichts mitbringen“, sagt der Chorleiter, der sich über weiteren Bläsernachwuchs jeden Alters freuen würde. „Nur gute Laune, ein bisschen Zeit und die Bereitschaft zu üben.“ Der Unterricht ist kostenlos.

Um die Gemeinschaft zu fördern, fahren die Bläser jedes Jahr auf eine Wochenendfreizeit. Der Chor will auch in Zukunft hin und wieder mit anderen Chören gemeinsam musizieren. Die Begleitung der Gedenkfeiern am Volkstrauertag zusammen mit dem Posaunenchor der Ev.-Methodistischen Kirchengemeinde in Edewecht ist z.B. seit Jahren gute Praxis. Besonders wichtig ist es dem Leiter aber, regelmäßig im Gottesdienst mitzuwirken.

„Ich mag den Klang der Blasinstrumente sehr, und ich spiele gern im Gottesdienst“, beschreibt Kerstin Cohnen die Faszination, die von dieser Musik ausgeht, und Susanne Dorka sagt lächelnd: „Vierstimmig zu spielen kriege ich allein zuhause nicht hin!“

Neue Bläser und Bläserinnen gesucht

Der Posaunenchor probt regelmäßig montags um 18.30 Uhr im Haus der offenen Tür in Edewecht; die Anfänger und Anfängerinnen beginnen um 17.45 Uhr. Wer ein Instrument neu erlernen oder wieder einsteigen möchte, kann zu den Probenterminen kommen oder sich mit Chorleiter Martin Brink in Verbindung setzen (Telefon 04484-920372)

(Uwe Martens)

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