Vakanz in Süddorf

Trotz wiederholter Ausschreibung (auch bundesweit) hat es keine weiteren Bewerbungen für die Süddorfer Pastorenstelle gegeben. Deshalb ist die Situation besonders in der Seelsorge und für den Konfirmandenunterricht weiter angespannt. Unser Pastor und unsere Pastorin wachsen über sich hinaus, und für den Konfirmandenunterricht musste die Zahl der externen Unterrichtenden auf vier erhöht werden. Für die Gottesdienste erfahren wir regelmäßige Unterstützung von Pfarrer i.R. Werner Dettloff und gelegentliche von einzelnen Pfarrern aus im Kirchenkreis Ammerland ansässigen Pfarrern.

Der Kirchenvorstand ist wegen dieser andauernden Notlage im Februar beim Ev.-Luth. Oberkirchenrat in Oldenburg vorstellig geworden – ohne greifbare Ergebnisse. Offensichtlich gibt es bundesweit weniger junge oder wechselwillige Pfarrer als offene Stellen. Die Entwicklung ist seit vielen Jahren absehbar gewesen. Die Ursachen sind in weit zurückliegenden Fehlentwicklungen und Versäumnisse der Kirchenleitung zu suchen. Heute können Bewerber/innen zwischen mehreren Stellen auswählen. Auch andere Akademikerberufe zieht es eher in die Stadt als aufs Land. Und die vielen Vorteile der Süddorfer Pfarrstelle erweisen sich erst auf den zweiten Blick als attraktiv und zukunftssicher. Der Gemeindekirchenrat kann einen Nachfolger nicht einklagen oder selbst suchen und einstellen; die Bedarfsdeckerpflicht liegt beim Oberkirchenrat. Leider lassen in der Oldenburgischen Landeskirche die Kirchengesetze eine auch nur zeitlich befristete Versetzung gegen den Willen eines Pfarrers nicht zu.

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