Trauerhalle: Der Neubau hat begonnen

Spatenstich Trauerhalle

Erster Spatenstich bei strömendem Regen: Michael Göde, Rolf Torkel, Uwe Martens und Dirk v. Grone (v.l. / Foto: W. Fuhrken)

Mit dem Ersten Spatenstich am Mittwoch, 18. Juli 2012 um 08.30 Uhr hat der Neubau der Trauerhalle seinen Anfang genommen. Dieser öffentliche Auftakt wurde anstatt einer Grundsteinlegung gewählt, weil der zügige Beginn im engen zeitlichen Zusammenhang mit der am 3. Juli erfolgten Gewährung eines Zuschusses durch den Gemeinderat deutlich werden sollte. 

Die Verantwortung der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Edewecht als Friedhofsträger liegt u.a. in der Rücksichtnahme auf die sich wandelnden Anschauungen der Bevölkerung in Bezug auf die Ausgestaltung von Friedhöfen und Begräbnisstätten. Es heißt hier bewusst „der Bevölkerung“ und nicht „der Kirchengemeindeglieder“, weil Friedhofsträger in der Verantwortung für alle Bürger einer Kommune stehen, also auch für die anderen Konfessionen und für Bürger ohne Konfessionszugehörigkeit. Der Wandel ist allgegenwärtig, so auch in der Bestattungskultur.

Die viel zu enge, 1965 gebaute Leichenhalle mit Mehrfachfunktion des einzigen Raumes, nämlich für Präparation, für Abschiednehmen der engsten Angehörigen und für die Trauerfeier – und nur mit Platz für 12 Stühle – deckt den Bedarf schon lange nicht mehr.

Die neue Trauerhalle mit rund 100 Sitzplätzen wird diesen Zustand für alle Nutzer nachhaltig beenden. Mit ihrem Standort, unmittelbar am Neuen Friedhof gelegen, erspart trauernde Angehörige den langen und mühsamen Weg des Leichenzugs über die Hauptstraße. Seit rund 14 Jahren gibt es Stimmen aus dem Rat der Gemeinde und aus der Kirchengemeinde, die sich für den Neubau einer Trauerhalle einsetzen. Die alte Leichenhalle hat 1965 knapp 70.000 DM gekostet – die neue ist unter 520.000 Euro nicht zu bauen. Diese Summe kann aus den Rücklagen des Friedhofshaushaltes alleine nicht finanziert werden. Deshalb springt uns die Gemeinde Edewecht mit einem Zuschuss in Höhe von fast zwei Fünftel an die Seite. Wer das Ringen der Kommune um einen ausgeglichen Haushalt kennt, und wer die hohe Bedeutung von Haushalts-Konsolidierung verfolgt, kann sich ein Bild machen, von dem verantwortungsbewussten Ringen um diese 200.000 Euro. Der Gemeinde Edewecht, vertreten durch den Rat und die Verwaltung, gilt der Dank für den bewilligten Zuschuss. Die Kirchengemeinde wird damit verantwortungsvoll umgehen.

Neubau Trauerhalle

Neubau derTrauerhalle: Die Bagger am Werk

Beim ersten Spatenstich war die Gemeinde vertreten durch den stellvertretenden Bürgermeister Uwe Martens und Kämmerer Rolf Torkel; für die Kirchengemeinde hat der spiritus rector und Antreiber für dieses Projekt, der Friedhofsausschuss-Vorsitzende Michael Gloede, zum Spaten gegriffen (und der Verfasser als Vorsitzender des Gemeindekirchenrates).

Der Bau wird in allen Phasen geplant und begleitet durch den Edewechter Architekten Jens Helmerichs. Das erste Gewerk wird vom Edewechter Bauunternehmer Bernd Eilers verantwortet.

Dirk v. Grone

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